{"id":1196,"date":"2016-09-20T21:37:47","date_gmt":"2016-09-20T19:37:47","guid":{"rendered":"http:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1196"},"modified":"2016-09-20T21:46:57","modified_gmt":"2016-09-20T19:46:57","slug":"29-09-2015-wasserfaelle-bei-bivongi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1196","title":{"rendered":"29.09.2015 \u2013 Wasserf\u00e4lle bei Bivongi"},"content":{"rendered":"<p>Auf unserer TODO-Liste standen noch die Wasserf\u00e4lle in Bivongi in der N\u00e4he von Stilo (Cascata del Marmarico). Sie sind die h\u00f6chsten Wasserf\u00e4lle Kalabriens mit 114 m, lassen sich allerdings zu Fu\u00df nur schwer erreichen. In unserem Reisef\u00fchrer stand aber, dass ein Pizzeriabesitzer aus der Gegend Kundschaft mit seinem Jeep zu den Wasserf\u00e4llen f\u00e4hrt. Wir fuhren also nach dem Fr\u00fchst\u00fcck auf gut Gl\u00fcck zu der Pizzeria, machten aber noch mal Halt auf dem Weg, um ein paar weitere Gl\u00e4ser Honig bei dem Imker zu kaufen, wo wir schon vorige Woche waren. Dabei erfuhren wir von seiner Frau, dass vor ein paar Jahren ihre ganzen Bienen von einem Nachbarn mit Gift get\u00f6tet worden waren. Wirklich unglaublich, zu was manche Menschen f\u00e4hig sind. Die zwei haben so einen sympatischen und bescheidenen Eindruck gemacht, dass man nicht nachvollziehen kann, wieso sie solche Feinde haben.<\/p>\n<p>Als wir dann bei der Pizzeria ankamen, konnten wir uns mal wieder nur mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen (sowie unseren bruchst\u00fcckhaften Italienisch-Kenntnissen plus Langenscheidt) verst\u00e4ndigen. Es wurde dann doch bald klar, dass der Fahrer des Jeeps aktuell unterwegs war, aber in einer Stunde wieder auftauchen sollte und uns dann zu den Wasserf\u00e4llen fahren w\u00fcrde. Wir wanderten also noch ein bisschen in der Gegend herum und vertrieben uns die Zeit mit der Beobachtung der in einem Becken wohnenden Wasserschildkr\u00f6ten, bis es dann endlich losging.<\/p>\n<p>Die Fahrt f\u00fchrte \u00fcber Stock und Stein und mit einigem Geruckel und Geschaukel entlang steiler Abh\u00e4nge immer weiter in die Berge hinein. Nach einer guten halben Stunde waren wir dann am Ziel. Allerdings mussten wir noch &#8222;10 bis 15 min Fu\u00dfmarsch&#8220; hinter uns bringen, bis wir wirklich an den Wasserf\u00e4llen ankommen sollten. Unser Guide verabschiedete sich von uns und wollte eine knappe anderthalb Stunde sp\u00e4ter wieder am Treffpunkt sein. Miri kam das sehr lange vor, aber wie sich zeigen sollte, war das zeitlich gut bemessen.<\/p>\n<p>Wir mussten erst einmal \u00fcber eine Betonbr\u00fccke, die \u00fcber einen ziemlich hohen Abgrund hinweg f\u00fchrte (nicht nach unten schauen!), bis wir dann entlang des Flusses weiter wandern konnten. Der Regen der letzten Zeit hatte jetzt sein positives, denn es war ordentlich Wasser im Fluss, so dass dieser Teil mit einigen kleineren Wasserf\u00e4llen und einer Unmenge an rosa Alpenveilchen schon sehr beschaulich war.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit (deutlich mehr als 10 \u2013 15 min, wobei wir nat\u00fcrlich auch viel fotografiert haben) kamen wir dann an eine Lichtung, wo wir das Wasser schon sehr laut rauschen h\u00f6rten. Was aber viel lauter war, waren menschliche Stimmen und der Geruch von Feuer. Da wir bisher kaum Wanderer getroffen hatten, waren wir doch etwas erstaunt \u00fcber diese Menschenmasse. Wie sich nach der n\u00e4chsten Wegbiegung herausstellte, handelte es sich um eine gro\u00dfe Gruppe durchwegs \u00e4lterer Italiener, die inbr\u00fcnstig ein Lied sangen, w\u00e4hrend sie um das Lagerfeuer versammelt waren. Wahrscheinlich eine Art Wanderverein, auf den wir da gesto\u00dfen waren. Wir schlichen uns unauff\u00e4llig vorbei, denn unser eigentliches Ziel war ja der Wasserfall, der sich kurz darauf auch endlich zeigte. Wirklich beeindruckend!<\/p>\n<p>Wir machten eine kurze Rast, a\u00dfen unseren mitgebrachten Proviant und machten Fotos. Dann hie\u00df es aber auch schon umkehren, denn die anfangs so \u00fcppig erschienene Zeit wurde langsam knapp. Die Wandergruppe war inzwischen verschwunden, sodass wir auf dem R\u00fcckweg keiner Menschenseele begegneten.<\/p>\n<p>Wir waren tats\u00e4chlich noch p\u00fcnktlich und unser Fahrer erwartete uns schon. Auf dem R\u00fcckweg ging es wieder genauso holprig zu und als erschwerte Bedingung gestaltete sich die Wandergruppe, die sich \u00fcber einen gef\u00fchlten Kilometer auf dem Weg verteilt hatte, so dass wir auf dem engen Pfad immer wieder Probleme hatten, an ihnen vorbeizukommen.<\/p>\n<p>Wieder an der Pizzeria angekommen, verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer und machten uns noch mal auf den Weg nach Stilo. Wir hatten bisher vergeblich nach Postkarten f\u00fcr die Lieben zu Hause gesucht und wussten, dass es an der kleinen Kirche welche gab. Leider waren diese allesamt nicht sehr sch\u00f6n und sahen auch schon ziemlich alt aus. Daf\u00fcr gab es hier auch leckeres Granita-Eis und verschiedenste kalabrische Spezialit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Da der Himmel mal wieder ziemlich dunkelgrau geworden war, beschlossen wir, uns in Richtung Heimat zu begeben. Da es aber noch nicht so sp\u00e4t war, machten wir noch einen Umweg \u00fcber das Hinterland bei San Sostene, um die Kirche zu suchen, in der Gego vor 10 Jahren geheiratet hatte \u2013 was uns auch gelungen ist.<\/p>\n<p>Dann noch schnell in den Supermarkt, um das letzte Mal ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und ab nach Hause, denn wir hatten Hunger! Heute gab es noch mal den Ravioli-M\u00f6hren-Salat. Lecker!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf unserer TODO-Liste standen noch die Wasserf\u00e4lle in Bivongi in der N\u00e4he von Stilo (Cascata del Marmarico). Sie sind die h\u00f6chsten Wasserf\u00e4lle Kalabriens mit 114 m, lassen sich allerdings zu Fu\u00df nur schwer erreichen. In unserem Reisef\u00fchrer stand aber, dass ein Pizzeriabesitzer aus der Gegend Kundschaft mit seinem Jeep zu den Wasserf\u00e4llen f\u00e4hrt. 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