{"id":1456,"date":"2017-08-02T00:16:02","date_gmt":"2017-08-01T22:16:02","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1456"},"modified":"2017-08-02T00:16:02","modified_gmt":"2017-08-01T22:16:02","slug":"21-22-07-2017-reisebeginn-nach-calais-und-erster-tag-in-dover","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1456","title":{"rendered":"21.\/22.07.2017 Reisebeginn nach Calais und erster Tag in Dover"},"content":{"rendered":"<p>Aus irgenwelchen Gr\u00fcnden hatten wir trotz maximaler Unterst\u00fctzung von Bennys Eltern enorme Schwierigkeiten, p\u00fcnktlich loszukommen. Wir waren vor Fahrtbeginn noch bei Bertschis eingeladen, die uns noch ein leckeres Essen vor der Fahrt zubereiteten. Wir kamen dort v\u00f6llig ersch\u00f6pft, etwa eine Stunde versp\u00e4tet an. Nach einem fast schon unh\u00f6flichen Kurzaufenthalt von knapp 2h, ging es dann von Schiffweiler aus los in Richtung Calais. Clara war auch etwas \u00fcberdreht und brauchte \u00fcber 1h bis sie in den Schlaf fand.<\/p>\n<p class=\"western\">Benny fuhr die gute 500km-Strecke komplett am St\u00fcck durch, so dass wir wenigstens noch ein bisschen Schlaf bekommen konnten. Kurz vor dem Ziel haben wir dann noch unverhofft teure Passbilder machen lassen. Uns konnte aber nichts mehr aus der Ruhe bringen, wir waren komplett durch f\u00fcr diesen Abend. Ankunft in Calais war dann \u2013 nachdem wir uns in Br\u00fcssel trotz Navi verfranzt hatten \u2013 gegen 1.45 Uhr. Kurz vor dem Exodus konnten wir dann endlich zu Bett bis wir am n\u00e4chsten Morgen um 7 Uhr vom Wecker \u2013 nein, diesmal nicht von Clara \u2013 geweckt wurden.<\/p>\n<p class=\"western\">Ohne Fr\u00fchst\u00fcck (das wollten wir an Deck zu uns nehmen) ging es gleich los Richtung F\u00e4hre. Etwa 1h vor Abfahrt, kamen wir am Hafen an. Eine Passkontrolle stand uns bevor, wie man sie nur aus Filmen oder bei akuter Terrorgefahr kennt: franz. Kontrolle, engl. Kontrolle und schlie\u00dflich noch die Ticketkontrolle. Noch vor der ersten Kontrolle kam ein bewaffneter Soldat auf uns zu und wollte einen Blick in den Bus werfen. Vermutlich wollten sie Schlepper enttarnen. Wieder zur\u00fcck ins Auto und weiter gings.<\/p>\n<p class=\"western\">An der ersten Kontrolle fuhr Benny erstmal vorbei, weil es den Anschein hatte als sei diese geschlossen. Pl\u00f6tzlich knallte jemand mit der Faust gegen unseren Van, wir bekamen fast einen Herzinfarkt. Sp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt waren wir richtig wach. Benny sah im R\u00fcckspiegel einen halbw\u00fcchsig aussehenden Franzosen, der mit sehr ernstem Blick Zeichen zum zur\u00fcckfahren gab. Er war sichtlich &#8222;not amused&#8220;. Gl\u00fccklicherweise machte er keinen weiteren Stress und es kamen auch keine weiteren Milit\u00e4rs auf uns zu, die dort am Quai mit Maschinenpistolen bewaffnet patrouillierten, um uns alle K\u00f6rper\u00f6ffnungen zu durchsuchen.<\/p>\n<p class=\"western\">An der zweiten Kontrolle war Benny dann wachsamer und folgte den Anweisungen des Herrn von der Wache aufmerksam. An dieser Kontrolle musste Clara sogar aus ihrem Sitz nach vorne geholt werden, damit der Mister sie sehen konnte um ihren kurz zuvor angefertigen Pass zu verifizieren \u2013 irgendwie krank, aber gut es gibt schlimmeres.<\/p>\n<p class=\"western\">Schlie\u00dflich kamen wir zur eigentlichen Ticketkontrolle. Diese wurden auch mit dem Pass bzw. Reisepass kontrolliert, d.h. wir mussten zum dritten! Mal den Pass vorlegen \u2013 IRRE. Egal, die Trulla am Schalter war recht freundlich und sagte Benny dann, dass wir an Port &#8222;Two One Five&#8220; m\u00fcssen, also an Port 215. Dort angekommen mussten wir nochmal bestimmt 15 Min warten, bis uns ein Ordner Handzeichen gab, dass wir einfahren konnten. Das ging alles sehr reibungslos, wir stellen Johnny auf der F\u00e4hre ab, gingen dann nach oben unter Deck und besorgten uns erstmal was zu essen. Es gab nen Kaffee zum Wachwerden, f\u00fcr Clara ein Croissant und f\u00fcr Miri und Benny noch einen Muffin \u2013 lecker.<\/p>\n<p class=\"western\">Nachdem wir fertig waren \u2013 da war schon etwa 1h rum, die Schlange am Buffet war recht lang \u2013 beschlossen wir an Deck zu gehen. Benny schaffte es nicht zusammen mit Clara auf dem Arm die T\u00fcr nach drau\u00dfen zu \u00f6ffnen, so stark ging der Wind. Benny musste Clara folglich gut festhalten, damit sie nicht davon flog. Kalt war es nicht aber Clara war sichtlich genervt von dem Wind und sagte st\u00e4ndig: &#8222;Wind, Wind&#8220; und dr\u00fcckte sich an Papa und fing an zu schimpfen. Auf Mamas Arm das gleiche Spiel als wir auf die andere Seite des Schiffs gingen. Wir beschlossen also nochmal nach innen zu gehen. Wir verbrachten die restliche Zeit auf unseren Pl\u00e4tzen wo wir auch gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, diese waren immer noch frei. Vermutlich weil unser M\u00fcll noch dort lag.<\/p>\n<p class=\"western\">Als wir dann die Kreidefelsen auf der anderen Seite des Meers erreichten, gingen wir wieder zu Johnny, der schon ganz verheulte Augen hatte \u2013 es war so dunkel im Inneren der F\u00e4hre, das mag er gar nicht. Wir bestiegen ihn und konnten dann auch etwa 2 min sp\u00e4ter das Schiff verlassen: Ankunft in U.K. Clara war schon totm\u00fcde, wir fuhren daher so schnell wie m\u00f6glich an den 10 min entfernten Strand. Der Linksverkehr schickte wieder ohne Ende. In der Bucht angekommen, legte Miri Clara ins Bett w\u00e4hrend Benny ein Parkticket holen wollte. Das stellte sich aber als Problem heraus, weil wir noch kein englisches Geld hatten und der Automat kein Plastikgeld mochte. Das hie\u00df erstmal schwarzparken. Wir konnten mit Clara im Bett den Bus nicht bewegen. Auf Nachfrage bei dem Kiosk neben dem Automaten wurde uns mitgeteilt, dass man nur im Ort selbst wieder Geld wechseln kann. Benny legte sich dann zu den M\u00e4dels ins Bett. Wir waren alle ziemlich kroggi. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings sehr hei\u00df, so dass Clara nur eine knappe Stunde schlief. Die n\u00e4chste Amtshandlung war dann: EINKAUFEN. Wir suchten also einen Supermarkt und kauften vor allem etwas zu trinken \u2013 Wir wollten keine Pfandflaschen aus Deutschland mitnehmen und hatten deshalb nicht viel dabei. Fertig eingekauft, konnten wir dann direkt beim Supermarkt am Geldautomaten englische Pfund abheben. Danach ging es wieder zur\u00fcck zum Strand, wo wir dann einfach etwas umherliefen und Clara sich etwas austoben konnte. Nach etwa einer halben Stunde ging es wieder zur\u00fcck zum Camper und Miri fing an etwas zu kochen. Es gab Reis mit Brokkoli in Thai-Curry-Sauce von Alnatura. Aufgrund des Windes versuchten wir uns zwischen Johnny und einem Hang zu positionieren \u2013 viel geholfen hat es nicht, aber etwas. Halb ausgehungert ging es dann zur Sache \u2013 Fr\u00f6hliches (Fr)essen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach dem Essen ging es Miri und Benny nicht gut \u2013 beide hatten aus irgendwelchen Gr\u00fcnden Kopfweh, so dass es erstmal als Dessert eine Ibuprofen gab. Benny war es dazu noch etwas \u00fcbel \u2013 aber nicht vom Essen wie man denken k\u00f6nnte. Es war so &#8222;schlimm&#8220;, dass er sich ins Bett placken musste. Miri k\u00fcmmerte sich tapfer um Clara. Gl\u00fccklicherweise taten die Pillen ihren Dienst und halfen die Kopfschmerzen zu lindern.<\/p>\n<p class=\"western\">Gesp\u00fclt hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das taten wir dann mal noch, und beschlossen gleichzeitig, dass wir an diesem Platz auch \u00fcbernachten w\u00fcrden. Wir brauchten beide etwas Erholung. Clara tobte noch auf dem Parkplatz herum, leider gab es dort zwei Pf\u00fctzen, die es ihr angetan hatten. Miri war mit Clara an einer dieser Pf\u00fctzen und alberten herum. Als Clara auf allen Vieren stand und zu Miri hochblickte, bekam sie \u00dcbergewicht und plumpste mit dem Po ins dreckige Na\u00df. Das hie\u00df dann komplett strippen \u2013 eine Tortur. Etwa eine halbe Stunde sp\u00e4ter das gleiche in Gr\u00fcn. Und man glaubt es nicht, aber es passierte sogar ein drittes! Mal. Die Eltern kotzten. Bilanz: 4 Bodies und drei Hosen klatschnass. Eigentlich nicht so tragisch aber wenn man bedenkt, dass alle lang\u00e4rmligen Bodies gleich schon am ersten Tag aufgebraucht sind&#8230;.na ja, es w\u00e4re ja sonst auch langweilig.<\/p>\n<p class=\"western\">Am Abend gab es dann noch eine Runde Grie\u00dfbrei, Clara langte ordentlich zu. Danach war sie dann aber auch durch \u2013 nach deutscher Zeit war es schon halb zehn. Zeit sie ins Bett zu bringen. Es dauerte wieder etwa eine halbe Stunde bis sie ankam, davor hatte sie uns sooo viele sch\u00f6ne Dinge erz\u00e4hlt. Der erste Urlaubstag neigte sich dem Ende, Miri und Benny verbrachten noch kurze Zeit in der Fahrerkabine, bis es dann auch f\u00fcr sie in die Heia ging.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus irgenwelchen Gr\u00fcnden hatten wir trotz maximaler Unterst\u00fctzung von Bennys Eltern enorme Schwierigkeiten, p\u00fcnktlich loszukommen. Wir waren vor Fahrtbeginn noch bei Bertschis eingeladen, die uns noch ein leckeres Essen vor der Fahrt zubereiteten. 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