{"id":1460,"date":"2017-08-02T15:21:20","date_gmt":"2017-08-02T13:21:20","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1460"},"modified":"2017-08-02T15:21:20","modified_gmt":"2017-08-02T13:21:20","slug":"24-07-2017-canterbury","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1460","title":{"rendered":"24.07.2017 Canterbury"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fch morgens um halb sieben weckte uns Clara sanft aus dem Schlaf. Sie begann zu erz\u00e4hlen als wolle sie uns sagen, was sie heute machen wollte. Immer wieder &#8222;Mama, Papa&#8220;, dann wieder kuscheln, dann wieder sproche \u2013 einfach sch\u00f6n. Wie konnte ein Morgen auch noch besser anfangen? Richtig, mit Sonnenschein, der durch unsere Dachluke hereinstr\u00f6mte, als wir sie etwas \u00f6ffneten, um frische Luft hineinzubekomnen. Die morgentliche Routine konnte beginnen. Clara wickeln, Eltern ziehen sich an, dann gibts erstmal Fr\u00fchst\u00fcck, \u00e4h Moment, nee heute nicht. Auf dem momentanen Campingplatz stand ein WoMo neben dem anderen. Nicht wirklich idyllisch und beobachtet kam man sich irgendwie auch vor. Also beschlossen wir kurzerhand mit unserem Ticket f\u00fcr den WoMo-Stellplatz (galt auch f\u00fcr den Bus) nach Canterbury zum Fr\u00fchst\u00fcck zu fahren.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach kurzer Wartezeit an der Haltestelle kam auch schon ein Bus. Es war kein extra Bus f\u00fcr die Wohnmobilisten, sondern eine Linie mit der auch die anderen Nutzer des P+Rs nach Canterbury fuhren. Da war alles dabei, von Freizeitoutfit bis Pinguin-Kost\u00fcm, alles vertreten. Ab rein in den Bus, fuhren wir die 2km nach Canterbury City. Mittlerweile war das Wetter wieder etwas d\u00fcsterer geworden, aber es regnete (noch) nicht. Clara hatten wir in den Buggy gesetzt, wo sie auch eine gute Zeit lang drinnen blieb. Sie war wohl doch auch noch mal groggy. Weil Clara erst vor kurzem was gegessen hatte und wir auch noch Hunger schieben konnten entschieden wir uns erstmal etwas umher zu spazieren. Unser Weg f\u00fchrte uns durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone an etlichen typischen englischen L\u00e4den vorbei. Wir waren auf der Suche nach den Kan\u00e4len, die stark an Venedig erinnern sollten. Irgendwann h\u00f6rten wir dann etwas Wasser laut pl\u00e4tschern. Als wir n\u00e4her kamen sahen wir, dass an dieser Stelle fr\u00fcher wohl mal ein M\u00fchlrad installiert war, das jetzt aber entfernt wurde. Da fiel das Wasser einfach statt das Rad anzudrehen einen Meter nach unten und machte unglaublich Palawer. Clara starrte fasziniert auf das Spektakel und sagte \u00f6fters: &#8222;Laut&#8220; und &#8222;Wasser&#8220; und dr\u00fcckte sich sehr skeptisch in Papas Arme.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach einer Weile entdeckte Mirjam direkt daneben eine Gastst\u00e4tte in der &#8222;Kinder und Hunde&#8220; herzlich willkommen waren, aber nur in Begleitung eines sich gut benehmenden Erwachsenen. Wir entschieden dort mal einen Blick auf die Men\u00fckarte zu werfen. Zugegebenerma\u00dfen hatten wir die Karte nicht verstanden (nicht die Sprache war das Problem sondern die Liste selbst) und aufgrund unserer Neugierde gingen wir einfach mal rein. Schlecht war es sicher nicht. Wir mussten kurz warten, weil das Personal \u2013 was quasi nur aus einer einzigen jungen Lady bestand \u2013 etwas im Stress war. Allerdings wirkten die \u00fcbrigen Angestellten auch ziemlich gestresst (konnten kurz in die K\u00fcche blicken). Aber wir waren ja im Urlaub, also kein Stress f\u00fcr uns. Geduldig warteten wir, bis die Dame uns endlich wahrnahm. Nach kurzem Smalltalk wurden wir in einen brutal \u00fcberf\u00fcllten Raum gebracht&#8230;.\u00fcberf\u00fcllt bezog sich aber nur aufs Inventar. Es war dort keine Menschenseele drin. \u00c4h wie jetzt? Warum sind die so gestresst? Vermutlich weil sie sich dr\u00fcber \u00e4rgern, dass keine Kunden kommen. K\u00f6nnte aber auch damit zu tun zu haben weil diese Gastronomie ein Hotel inkludierte und die &#8222;Residents&#8220; (gemeint waren die Hotelg\u00e4ste) wohl Vorrang hatten. Egal, hauptsache langsam mal was zu bei\u00dfen. Die Dame wollte wissen, was wir wollen, da wir die Karte nicht verstanden haben, baten wir sie uns nochmals eine zu geben. Diesmal bekamen wir eine Karte, aber dort waren \u00fcberhaupt keine Preise drauf. War uns aber irgendwie in dem Moment auch egal. \u00dcbrigens k\u00f6nnte man sich fragen, was wir denn genau nicht verstanden haben an der Karte. Das ist wiederum einfach: Es war nicht ersichtlich wo ein &#8222;Menu&#8220; anf\u00e4ngt und wo es aufh\u00f6rt. Es war einfach verwirrend. Die Kellnerin musste sie uns dann erkl\u00e4ren, letztlich bestellte Benny ein English Breakfast, f\u00fcr Clara gab es Pancakes mit &#8222;poached Egg&#8220; \u2013 vermutlich wird das so zubereitet, dass man ein Ei aufschl\u00e4gt und es in kochendes Wasser fallen l\u00e4sst. Sah sehr interessant aus. Mirjam bestellte sich ein kontinentales Menu mit K\u00e4se, Wurst und einem Croissant. Richtig, eine Sache fehlte noch: Kaffee. 2x Americano bitte. Wow geschafft. Wir hatten geordert. Sehr geil.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir mussten dann wieder ewig auf das Fr\u00fchst\u00fcck warten, aber es sollte sich lohnen. Die Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Nachdem wir dann alles weggemampft hatten \u2013 Clara steht momentan \u00fcbrigens total auf Kuhmilch \u2013 kam die Rechnung und wir gingen wieder weiter auf der Suche nach den Kan\u00e4len.<\/p>\n<p class=\"western\">Mirjam schaute auf der Karte wo man denn diese Kan\u00e4le finden konnte. Wir gingen dann an einen vermeintlichen Kanal, aber irgendwie sah dieser aus wie ein normaler Fluss in einer Stadt. Man kann sich das so vorstellen wie bei uns die Ill. Hiermit die Best\u00e4tigung: Dirmingen hat auch einen Kanal, \u00e4hnlich wie Venedig! \ud83d\ude00<\/p>\n<p class=\"western\">Langsam fing es immer st\u00e4rker an zu regnen. Wir beschlossen wieder umzudrehen. Vorher wollten wir dann aber noch was kleines einkaufen u.a. Brot und Tee (f\u00fcr Mirjam, der es irgendwie gar nicht gut ging \u2013 hatte Schnupfen ohne Ende). Das war eine Tortur. Brot -&gt; Fehlanzeige, Tee -&gt; in einer Art Drogeriemarkt gab es genau EINE Sorte \u2013 und das im Land des Tees. Irre!<\/p>\n<p class=\"western\">Was wir aber fanden war ein Vodafone Shop, wo wir dann eine 6GB Prepaid Karte kaufen konnten. Endlich WLAN im WoMo. Und auch ausreichend viel Volumen, so dass wir auch ein paar Bilder teilen k\u00f6nnen. Raus aus dem Laden, rein in den Bus, zur\u00fcck zum Stellplatz. Der Regen hatte etwas nachgelassen, es nieselte aber immer noch ein wenig. Wir f\u00fcllten noch die 5l Kanister mit Trinkwasser und dann ging es auch schon wieder los in Richtung Hastings. Nach gut einer Stunde Fahrt, fanden wir neben der Stra\u00dfe einen Laden mit Werbeschild &#8222;TEA \u2013 EAT DRINK SHOP&#8220;. Das mit dem Tee war Grund genug, um dort anzuhalten. Wir gingen rein und es gab dort verdammt wenig Teesorten zum kaufen zur Auswahl, vermutlich war das Hauptgesch\u00e4ft fertigen Tee zu servieren. Wir kauften dann noch ein Brot und f\u00fcr Mirjam eine Packung Tee. Dann fragten wir noch lieb, ob wir bei ihr auf dem Parkplatz kochen durften, die Dame bejahte. Diesmal bereitete Benny das Essen zu \u2013 es gab Nudeln mit Tomatensauce, etwas einfaches was auch Benny kochen konnte &#8211; und Mirjam ging mit Clara auf einen Spielplatz, der direkt neben dem Shop war. Auch ein Apple Orchard (Apfelplantage) fand sich dort. Mirjam pfl\u00fcckte f\u00fcr Clara einen kleinen Apfel, der zwar noch sehr sauer war ihr aber sichtlich schmeckte. Wir konnten gerade noch essen und sp\u00fclen, da wurden wir dann um 5 Uhr von der Dame vom Parkplatz &#8222;gekehrt&#8220;. Sie schlo\u00df ihren Laden da gerade und musste das Tor zum Parkplatz schlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir fuhren dann weiter in Richtung Hastings, wo wir direkt am Meer anhielten und noch zwei sch\u00f6ne Stunden mit Clara verbringen konnten. Sie war wie immer hin und weg wenn es Wasser gab, mit dem sie spielen konnte. Es war gerade Ebbe und man konnte einen \u00dcbergang erkennen vom Kieselstrand zum Schlickboden, wie man ihn von der Nordsee her kennt. Clara hatte zwar ungeeignete Kleidung an, um darauf zu spielen aber was solls&#8230;rein ins Vergn\u00fcgen. Wir sahen noch ein paar winzige Krebse zwischen den Steinen krabbeln, die Clara versuchte zu fangen. Das war lustig, denn die waren echt schnell unterwegs. Benny zeigte ihr dann noch, wie man Steine ins Wasser werfen kann, was ihr viel Spa\u00df machte. Wir gingen wieder zur\u00fcck zum Auto, a\u00dfen eine Kleinigkeit und machten Clara bettfertig und fuhren weiter Richtung Brighton. Dort war es nicht ganz so einfach einen Platz zum \u00fcbernachten zu finden, wir waren zuerst am Meer, das war dort aber ziemlich unruhig. Eine Gro\u00dfstadt mit sehr vielen lauten Jugendlichen. Dann versuchten wir es an einem Wildpark, aber da konnte man auch nicht gut stehen. Wir hatten dort beim Wenden auf der Stra\u00dfe noch eine Jugendgruppe \u00fcberrascht, die sich fast in die Hosen gemacht haben. Sah zumindest so aus. War ziemlich lustig. Letztlich fanden wir in der N\u00e4he der Universit\u00e4t von Sussex eine Schlafm\u00f6glichkeit etwas abseits der Stra\u00dfe. Ersch\u00f6pft vom Tag gingen Miri und Benny dann quasi direkt in die Heia.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fch morgens um halb sieben weckte uns Clara sanft aus dem Schlaf. Sie begann zu erz\u00e4hlen als wolle sie uns sagen, was sie heute machen wollte. Immer wieder &#8222;Mama, Papa&#8220;, dann wieder kuscheln, dann wieder sproche \u2013 einfach sch\u00f6n. Wie konnte ein Morgen auch noch besser anfangen? 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