{"id":1468,"date":"2017-08-05T23:52:55","date_gmt":"2017-08-05T21:52:55","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1468"},"modified":"2017-08-05T23:52:55","modified_gmt":"2017-08-05T21:52:55","slug":"28-07-17-kingston-russel-steinkreis-und-burton-bradock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1468","title":{"rendered":"28.07.17 Kingston Russel Steinkreis und Burton Bradock"},"content":{"rendered":"<p>Unser Schlafplatz lud nicht zum Fr\u00fchst\u00fccken ein (er war zwar nicht direkt, aber doch beinahe in einem Wohngebiet), also fuhren wir erst einmal ein paar Minuten zu unserem ersten Ziel, das auch aus dem &#8222;Wild guide&#8220; war: einem Steinkreis aus der Bronzezeit. Diesen musste man sich erwandern und der Beschreibung entnahmen wir, dass man auf den Feldwegen dorthin irgendwo parken konnte. So war es auch. Wir machten einen Zwischenstopp an einem kleineren Platz und hatten mal wieder Meerblick beim Fr\u00fchst\u00fcck. Leider war es wieder ziemlich windig, aber die Wolken waren zeitweise etwas lockerer, sodass wir sogar einen Hauch Sonne versp\u00fcrten. Es gab original Porridge mit warmer Milch, was bei den Temperaturen gar nicht verkehrt war. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir noch das letzte St\u00fcckchen und stiefelten los, nachdem Benny seine Badelatschen eingefangen hatte, die beim Fertigmachen vom Winde verweht wurden. Zuerst verpassten wir den richtigen Weg, aber dank den im Buch angegebenen Koordinaten und Google Maps merkten wir das schnell und drehten um. Wir hatten den richtigen Weg deshalb verpasst, weil er durch ein Gatter versperrt war. Er war aber als &#8222;public bridleway&#8220;, also \u00f6ffntlicher Reitweg gekennzeichnet, also konnten wir die Kette, die das Gatter zuhielt, guten Gewissens \u00f6ffnen. Clara war mittlerweile in der Trage und anscheinend gut m\u00fcde, denn sie schlief fast sofort. Das war auch echt sinnvoll, denn der Weg gestaltete sich etwas komplizierter als gedacht und es fing auch leicht an zu regnen, sodass dies der aktuell beste Ort f\u00fcr sie war. Wir kraxelten f\u00fcr 20 bis 30 Minuten am Feldrand leicht bergauf. Zum Gl\u00fcck war linkerhand eine Hecke, denn von dort kam ein ziemlich fieser Wind, was wir erst merkten, als die Hecke kurz vor dem Ziel aufh\u00f6rte. Da wurden wir von einer B\u00f6e fast umgeworfen und unser bester Schirm wurde zerst\u00f6rt: Der Dialogika Schirm. Dann kam der Steinkreis. Laut Buch sollte nur die H\u00e4lfte der 18 Steine umgefallen sein, f\u00fcr uns sah es aber danach aus, als w\u00e4ren alle umgekippt. Auch sonst war es relativ unspektakul\u00e4r, aber noch wissen wir nicht, ob Stonehenge so viel toller wird. Hier durften wir wenigstens in den Kreis hinein (und auf die Steine drauf) und waren ganz f\u00fcr uns. Und die Vorstellung, wie alt das alles war und was f\u00fcr Riten hier wohl abgehalten wurden, hatte auch was. Wir hielten uns aber nicht zu lange auf, der Wind und der Regen luden uns nicht dazu ein und Clara wurde nach ihrer \u00fcblichen Zeit von 40-45 Minuten wieder wach. Sie blieb aber zum Gl\u00fcck noch kurz geduldig in der Trage, so dass wir den Weg bis zum Auto zur\u00fcckgehen konnten. Sie wollte dann aber verst\u00e4ndlicherweise noch etwas Bewegung, sodass wir noch Ball spielten und einen warmen Tee tranken. Dann irgendwann fuhren wir wieder los, wir hatten noch einen Strand angepeilt: Burton Bradock. Allein schon der Name war interesssant. Au\u00dferdem war auf dem Buch vom National Trust auf der R\u00fcckseite ein tolles Bild von dort drauf (nat\u00fcrlich mit Sonnenschein, aber vielleicht sollte es ja noch was werden mit dem Wetter heute?!). Am Strand angekommen, konnten wir diesmal problemlos auf dem f\u00fcr uns kostenlosen National Trust Parkplatz parken (sogar in vorderster Reihe, obwohl trotz des Wetters nicht gerade wenig los war). Dann ging es nat\u00fcrlich erst mal an den Strand, wo die hohen Wellen uns die Gischt ins Gesicht peitschten. Hier kann man die Kraft der Natur hautnah erleben, mit Sommerurlaub hat es allerdings nicht viel gemeinsam. Der Strand war ganz sch\u00f6n, ein Sand-Kieselgemisch, das Clara faszinierte, der Wind war ihr aber auch nicht ganz geheuer. Wir entschieden dann noch eine kurze Wanderung auf eine der uns umgebende Klippen zu machen, damit Clara noch etwas schlafen konnte. Sie hatte allerdings andere Pl\u00e4ne und keine Lust mehr in der Trage zu sein, also lief sie halt umher und wollte zu jedem Wauwau, den sie irgendwo erblicken konnte. Wenn er zu weit weg ist, kommt sie her, sagt &#8222;Gucken&#8220; und will partout hingetragen werden. Dadurch kamen wir aber mal wieder mit einigen Engl\u00e4ndern ins Gespr\u00e4ch, ein \u00e4lteres Ehepaar erz\u00e4hlte, dass sie eine Zeit in Deutschland gelebt hatten, da er mit dem Milit\u00e4r in den 70ern dort stationiert war. Sie konnten noch ein paar Brocken Deutsch und Clara durfte den Hund mit Leckerlies f\u00fcttern. Das fand sie richtig toll und h\u00e4tte es wohl noch weiter gemacht, bis der Hund geplatzt w\u00e4re&#8230; Irgendwann trieb uns dann der Hunger wieder zur\u00fcck zum Camper und Benny kochte ein leckeres Reisgericht mit Gem\u00fcse. Wegen dem Wind fand das Essen drinnen statt, was zum Gl\u00fcck doch einigerma\u00dfen geht. Da hatten wir uns im Vorfeld einige Gedanken gemacht, ob das vom Platz her klappt. Nach einer Erholungsphase gingen wir noch mal gut eingepackt nach drau\u00dfen. Mittlerweile regnete es auch wieder, aber es war ertr\u00e4glich. Clara wollte immer den auch am Strand spielenden Kindern hinterher (die Engl\u00e4nder kennen da ja echt nix, kein Wetter ist zu schlecht um rauszugehen und auch die Menge an Kleidung unterscheidet sich doch stark von uns \u2013 einige waren bei dem Wetter mit kurzen Hosen unterwegs). Jedenfalls waren da einige gro\u00dfe Steine aufget\u00fcrmt, auf die die Kinder kletterten und dort wieder runtersprangen, da wollte sie nat\u00fcrlich direkt hinterher. Also sprangen wir alle drei da rauf und runter. \ud83d\ude09 Danach wollten wir noch auf die andere Seite die Klippen rauf, da packten wir den Buggy aus, damit Clara was zu schieben hatte (dazu wird er momentan haupts\u00e4chlich verwendet). Sie schiebt dann am Korb und wir halten nur die Richtung. Allerdings war der Weg dann doch wieder nicht sehr f\u00fcr den Buggy geeignet, wie wir feststellen mussten, da er sehr holprig war, also mussten wir etwas mehr mithelfen. Der Wind war so stark, dass er Clara, die ab und zu anhielt um sich umzugucken, einfach umpustete. Das war schon echt heftig. Lang dauerte der Spaziergang auch nicht, aber als wir sie dann doch noch aus Sicherheitsgr\u00fcnden ins W\u00e4gelchen setzten, protestierte sie erst, wollte dann beim Camper angekommen aber auch nicht mehr raus. Also schauten wir noch kurz die K\u00fche auf der Weide nebenan an und dann wurde es aber Zeit. Wie wir richtig vermutet hatten, war sie einfach totm\u00fcde, denn kaum im Camper angekommen schlief Clara auch schon. Es war zwar erst halb sieben, aber die Tage sind anstrengend genug, so dass wir mal hoffen, dass wir morgen nicht allzu fr\u00fch geweckt werden. F\u00fcr uns stand noch mal eine l\u00e4ngere Fahrt an, wir wollen endlich nach Cornwall, irgendwo muss doch sch\u00f6nes Wetter sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Schlafplatz lud nicht zum Fr\u00fchst\u00fccken ein (er war zwar nicht direkt, aber doch beinahe in einem Wohngebiet), also fuhren wir erst einmal ein paar Minuten zu unserem ersten Ziel, das auch aus dem &#8222;Wild guide&#8220; war: einem Steinkreis aus der Bronzezeit. Diesen musste man sich erwandern und der Beschreibung entnahmen wir, dass man auf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2017-england"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1468"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1494,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1468\/revisions\/1494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}