{"id":1478,"date":"2017-08-08T00:55:02","date_gmt":"2017-08-07T22:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1478"},"modified":"2017-08-08T00:55:12","modified_gmt":"2017-08-07T22:55:12","slug":"29-07-2017-plymouth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1478","title":{"rendered":"29.07.2017 &#8211; Plymouth"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten einen sch\u00f6nen National Trust-Parkplatz in Meeresn\u00e4he gefunden zum \u00dcbernachten. Der Platz war zwar etwas schief, aber sehr ruhig und die Nacht entsprechend gut. Clara schlief sogar bis kurz nach acht, das hatte sie wohl n\u00f6tig gehabt. Aber da der Platz so schief war, beschlossen wir am Morgen zum Fr\u00fchst\u00fccken noch mal zu einem anderen Parkplatz vom National Trust, den wir kurz vorher gesehen hatten, zu fahren. Dort angekommen, packten wir die St\u00fchle und den Tisch aus. Doch kaum hatten wir alles gedeckt, fing es schon wieder an zu regnen. Das durfte ja wohl nicht wahr sein \u2013 das Pisswetter sollte sich durch den ganzen Tag ziehen. Also alles wieder rein und zusammengepfercht fr\u00fchst\u00fcckten wir, was immer damit verbunden ist, m\u00f6glichst wenige gr\u00f6\u00dfere Katastrophen zuzulassen. Clara versteht zwar schon viel, aber im Moment macht sie am liebsten das was man gerade verhindern m\u00f6chte und ist auch sonst ziemlich oft qu\u00e4ngelig (oder rastet gleich ganz aus). Die Eckz\u00e4hne machen ihr aber auch zu schaffen. Nachdem das Fr\u00fchst\u00fcck geschafft war, beschlossen wir uns nicht unterkriegen zu lassen und zum Strand zu wandern. Wir kamen an K\u00fchen vorbei, die lustig von den Hecken runterschauten und an einer Schafkoppel. Dann ging es \u00fcber einen H\u00fcgel zum Meer und der Ausblick war fantastisch. Man konnte sich sehr gut vorstellen, wie sch\u00f6n es hier bei Sonnenschein sein musste. Aber leider konnten wir es ja nicht \u00e4ndern, es war diesig und regnete immer mehr. Unter den Umst\u00e4nden \u00fcberlegten wir, wie weit wir \u00fcberhaupt Richtung Meer laufen \u2013 wir mussten ja auch wieder zur\u00fcck. Aber der Drang nach &#8222;sch\u00f6nen&#8220; Eindr\u00fccken war einfach gr\u00f6\u00dfer und so gingen wir viel weiter, als wir vorhatten. Unten angekommen, hatten wir einen tollen Meerblick. Links und rechts ragten noch zwei weitere H\u00fcgel ins Meer hinein. Am Fu\u00dfe des rechten Berges lag etwas versteckt ein Nudistenstrand. Bei dem Wetter hatte aber wohl niemand Lust auf nahtloses Braun. Nachdem wir versucht haben die fantastische Umgebung mit der Kamera festzuhalten, gingen wir wieder in Richtung Camper. Clara lie\u00df sich die meiste Zeit tragen, was gut war, aber wir kamen bergauf auf dem R\u00fcckweg ganz sch\u00f6n ins Schwitzen. Zur\u00fcck am Camper \u00fcberlegten wir l\u00e4ngere Zeit, was wir bei dem Regenwetter mit dem Tag anfangen wollten. Auch die Vorhersage f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage verhie\u00df keine Besserung, so dass wir auch kurzfristig verschiedene Varianten durchspielten, wo wir noch hinfahren konnten. Aber in ganz England sah es \u00e4hnlich mies aus und eine \u00dcberfahrt nach Frankreich kostete von hier aus der Gegend auch mind. 300 Pfund. Na ja, das war es uns dann vorerst doch nicht wert. Noch konnten wir ja auch auf Besserung hoffen. Das war aber alles nicht sehr motivierend und dr\u00fcckte auch auf die Stimmung. F\u00fcr den heutigen Tag jedoch hatten wir jedenfalls den Plan gemacht: Nachdem wir Google fragten welche Indoor-Aktivit\u00e4ten man in der Gegend machen konnte spuckte er das National Marine Aquarium in Plymouth aus, dem gr\u00f6\u00dften seiner Art in Gro\u00dfbritannien. Wir fahren w\u00e4hrend Claras Mittagsschlaf dorthin. Gesagt, getan. Das Aquarium war rollstuhlgerecht aufgebaut, so dass wir mit dem Kinderwagen durchfahren konnten. Den brauchten wir aber mal wieder nur als Lastesel. Die Zeit war schon etwas voran geschritten, ca. zwei Uhr. Da das Aquarium allerdings nur bis 17 Uhr offen hatte und der Eintritt auch nicht ganz billig war, beschlossen wir sp\u00e4ter zu kochen und eventuell drinnen was zu essen. Wir holten f\u00fcr Clara noch ein paar Kekse mit, um sie bei Laune zu halten. Kaum drinnen kamen wir an einem Caf\u00e9 vorbei, ein paar Stufen nach oben und schon waren dort die ersten marinen Lebewesen zu bestaunen. Clara war von Fischen und Kindern gleicherma\u00dfen begeistert, verstand aber nicht, warum wir ihr die Aquarien nicht &#8222;auf&#8220; machen konnten. Das Geb\u00e4ude war in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Zuerst kam man an lokalen Fischarten vorbei. Weiter f\u00fchrte der Weg dann zu einem riesigen Becken \u2013 etwa so gro\u00df wie eine Kinoleinwand. Dort gab es etliche Meereslebewesen in einer Rifflandschatf zu bestaunen, u.a. verschieden Rochenarten. Dort konnte Clara dann Meeresm\u00fcll sortieren und echte geborgene Artefakte von Unterwasser bestaunen. Das hatten die Staff-Mitglieder extra auf dem Boden f\u00fcr Kinder vorbereitet. Weiter gings in den Bereich des Great Barrier Riffs (wo wir in Australien schonmal getaucht haben). Dort gab es wieder ein Becken, das \u00e4hnlich gro\u00df war wie das andere mit tollen Riff-Lebewesen. In einigen Becken sah man auch kleine Haiarten. Die waren irgendwie s\u00fc\u00df. Claras Highlight war aber definitiv ein kleinerer Raum kurz vor dem Ausgang, auf dessen Boden eine Wasserfl\u00e4che projeziert war mit Steinen auf dem Grund und kleineren Fischen, die da durch schwammen. Der Clou war, dass mittels optischer Verfahren detektiert wurde, wenn jemand auf der Oberfl\u00e4che war und sich dann entsprechend Wellen \u00fcber das Wasser ausbreiteten. Endlich mal ins Wasser ohne dass die Eltern die Krise bekamen (obwohl sie wirklich st\u00e4ndig in irgendwelchen Pf\u00fctzen rumpanscht&#8230;) und sich sogar darin rollen k\u00f6nnen! Dann testeten wir noch das Museumscaf\u00e9, das leider ein Reinfall war (kein Cream Tea mehr da und der Kaffee bestand aus einem mit Wasser gestreckten Espresso). Und auch die weiteren Programmpunkte bestanden aus Essen besorgen im Aldi und Essen kochen (Pfannenkartoffeln mit Gem\u00fcse und Burgerbratlinge&#8230; Lecker aber jetzt ist der ganze Camper fettverspritzt.) Gekocht und gegessen haben wir am Stadion des FC Plymouth, den einzigen Ort, den wir finden konnten, wo ein zug\u00e4nglicher \u00fcberdachter Bereich war, in dessen N\u00e4he man auch parken konnte. So konnten wir zumindest das Abendessen au\u00dferhalb der Enge des Busses zu uns nehmen. Clara konnte der Regen aber wieder nichts anhaben und sie fand noch ein Dreiergespann Hunde, die in einem Autokofferraum ihr Abendessen zu sich nahmen und ihr anschlie\u00dfend freudig entgegen hechelten. Sie kommentiert dann immer alles was sie sieht: &#8222;Augen, Zunge, Haare&#8220;. Nicht mehr lange und das werden ganze S\u00e4tze&#8230;<\/p>\n<p class=\"western\">Nachdem Benny den Abwasch fertig hatte und wir Bereit zum Aufbrechen waren, war es schon fast 9 Uhr. Wir beschlossen in Richtung Westen zu fahren zu einem der vorgeschlagenen Campingpl\u00e4tze aus unserem Buch. Das bedeutete mindestens noch eine Stunde Fahrt. Aber kein Problem, hauptsache im Trockenen \u2013 und warmen. In der Gegend angekommen, suchten wir noch einen Stellplatz. Das kostete uns auch nochmal ein bischen Zeit aber schlie\u00dflich fanden wir einen etwa drei Minuten vom Campingplatz, der sich in dem Ort Sticker befindet, entfernt. Dort konnten wir um diese Uhrzeit nicht mehr einchecken. Wir verbrachten noch ein bischen Zeit mit Johnny und dann gingen wir auch schon wieder schlafen. Ein abartig verregneter Tag mit teilweise tollen Highlights ging zu Ende. Hoffentlich wirds besser in den n\u00e4chsten Tagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten einen sch\u00f6nen National Trust-Parkplatz in Meeresn\u00e4he gefunden zum \u00dcbernachten. Der Platz war zwar etwas schief, aber sehr ruhig und die Nacht entsprechend gut. Clara schlief sogar bis kurz nach acht, das hatte sie wohl n\u00f6tig gehabt. 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