{"id":1480,"date":"2017-08-08T01:21:33","date_gmt":"2017-08-07T23:21:33","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1480"},"modified":"2017-08-08T01:21:33","modified_gmt":"2017-08-07T23:21:33","slug":"30-07-17-pleasant-streams-farm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1480","title":{"rendered":"30.07.17 Pleasant Streams Farm"},"content":{"rendered":"<p>Wir wollten wie gesagt einen Tag auf einem Campingplatz verbringen und mal etwas durchatmen. Also fuhren wir direkt zu dem angestrebten Campingplatz, wir dachten dort vielleicht auch fr\u00fchst\u00fccken zu k\u00f6nnen. Auf dem Platz angekommen war erst einmal unklar, wo wir uns anmelden mussten, da wir keine Rezeptionsgeb\u00e4ude fanden. Benny fragte einen entgegenkommenden Typen, der von einem Zelt zum Klo wanderte, wo man sich denn hier anmelden kann. Dieser entgegnete, dass er keinen Plan hat weil er &#8222;prebooked&#8220; (vorher gebucht) hat. Mirjam fragte dann noch eine Frau, die ebenfalls auf den Klo wollte und erfuhr, dass wir wieder den Weg zur\u00fcck mussten auf dei andere Seite des Campingplatzes. Dort stand ein feststehender Wohnwagen, an welchem wir klopfen sollten. Das war aber nicht n\u00f6tig, auf dem Weg dorthin kam uns Lesley, den Bauern und Betreiber des Platzes mit zwei Ziegen an der Leine Gassi gehen, entgegen. Ja, er habe noch einen Platz f\u00fcr uns frei. Was es genau kosten w\u00fcrde, k\u00f6nne er uns aber erst sagen, wenn er unser Auto gesehen hatte (wir hatten Johnny auf dem Campingplatz abgestellt). Aber irgendwas zwischen 13 und 17 Pfund. Das h\u00f6rte sich ja mal gut an. Also suchten wir uns ein Pl\u00e4tzchen mit Blick auf den kleinen See und pl\u00f6tzlich war da ein riesen Geschrei \u2013 das kam von den G\u00e4nsen, die in einem Schwarm angeflogen kamen und mit viel Geschnatter auf dem Wasser landeten. Ein tolles Erlebnis. Dann gabs Porridge mit M\u00fcsli zum Fr\u00fchst\u00fcck und der Campingplatz wurde erkundet. Einige B\u00e4che mit Br\u00fccken, Reifenschaukeln und zwei kleine Seen machten das Gel\u00e4nde sehr abwechslungsreich. An Tieren gab es au\u00dfer den G\u00e4nsen und Ziegen noch H\u00fchner, Pferde und Schweine, die wir allerdings nicht zu Gesicht bekamen. Da heute das Wetter zu halten schien, war das genau richtig um mal wieder das Tarp aufzubauen. Das hatten wir ja im nassen Zustand wegpacken m\u00fcssen. Au\u00dferdem schien sogar die Sonne, also war ein Schutz gar nicht verkehrt. Nur: Wenn es in England nicht regnet, geht abartig der Wind (so zumindest unsere Erfahrung) und es war diesmal gar nicht so einfach das Teil aufzubauen. Einmal riss uns eine B\u00f6e eine Schnur mit Hering aus dem Boden, aber das Tarp hielt zum Gl\u00fcck allem stand. Wir spazierten dann nach Claras Mittagsschlaf noch in den nahen Ort um vielleicht etwas zu Grillen zu kaufen. Das hatten wir gestern ziemlich verpeilt aber in England haben die Gesch\u00e4fte wohl meistens auch sonntags ge\u00f6ffnet. Puh! Die Auswahl war gering aber es gab cornische W\u00fcrstchen und Roastbeef sowie Pommes. Mal schauen ob man die auch in der Pfanne zubereiten kann. Auf dem Weg fanden wir noch einen Kasten mit Eiern, wo man sich f\u00fcr 80 Pence eine Packung nehmen konnte. Auf dem Karton stand eine lange vergangenes MHD drauf (M\u00e4rz 2017), weshalb Benny vorsichtshalber noch an einem der H\u00e4user (das zwar nicht dem Eierproduzenten geh\u00f6rte, aber trotzdem Bescheid wusste) nach, wo uns versichert wurde, dass die Eier tagesfrisch sind. Wieder zur\u00fcck versuchten wir dann den Grill anzuschmei\u00dfen, aber der Wind war so heftig dass der Grill immer wieder ausging. Es half alles nichts, er musste in den Camper, sonst m\u00fcssten wir heute hungern. Das klappte irgendwie, aber war ziemlich stressig. Wir hatten gl\u00fccklicherweise die kleine rote Gasflasche dabei, sonst w\u00e4re das mit dem Grillen nix geworden. Trotz den Strapazen schmeckte das Essen anschlie\u00dfend richtig gut. Clara hatte auch ordentlich Hunger und verspeiste anderthalb W\u00fcrstchen und einige Pommes (die zum Gl\u00fcck ungesalzen waren und in der Pfanne richtig gut wurden, knuspriger als so manchmal im Backofen \u2013 kann man sich merken). Das einzige Problem, das wir auch schon \u00f6fters hatten ist, dass das Essen bei dem Wind im freien extrem schnell kalt wird. Da muss man sich beim vernichten wirklich beeilen.<\/p>\n<p class=\"western\">Mirjam \u00fcbernahm dann zur Abwechslung den Abwasch und Benny ging mit Clara spielen. Sie gingen an den Teich und schauten den G\u00e4nsen zu. Clara wollte sich immer wieder auf einen Baumstamm setzen, der am Ufer lag. Pl\u00f6tzlich erinnerte sich Benny, dass Mirjam ihm erz\u00e4hlt hat, dass auf der anderen Seite des Teichs ein kleines Ruderboot liegt (das hatte man von unserem Platz aus nicht direkt gesehen), welches man kostenlos ausleihen durfte. Man soll nur aufpassen, dass die Paddel nicht ins Wasser fallen. Kurzentschlossen nahm er Clara auf den Arm und ging mit ihr Ruderboot fahren. Papa hatte Turnschuhe an und als sie am Boot ankamen sah er, dass da Wasser drin war. Na ja egal, ist ja nur in der Mitte, &#8222;ich setz mich einfach nach hinten wo kein Wasser ist&#8220;. Mit Clara zusammen stieg er dann ein. Das Boot ging ganz sch\u00f6n nach unten und die Schnauze stand ziemlich nach oben. Wo ist jetzt das Wasser? Richtig, an Bennys F\u00fc\u00dfen. Ingenieur will er sein aber manchmal haperts dann etwas an der Physik. Clara bekam total die Krise weil sie Angst hatte. Also verlie\u00dfen die beide das Boot recht schnell wieder. Leider keine richtige Bootsfahrt zustande gekommen.<\/p>\n<p class=\"western\">Als das irgendwann geschafft war, sollten auch wir endlich dran sein mit der Reinigung. Diesmal gab es leider nicht so viel Komfort wie auf dem letzten Campingplatz, nur je eine Dusche f\u00fcr M\u00e4nnlein und Weiblein und die waren ziemlich eng, aber das Wasser war warm und der Druck gut und das ist ja auch viel wert. Clara ging mit Mirjam duschen und wurde anschlie\u00dfend von Benny fertig gemacht. So langsam senkte sich die Sonne und unsere Nachbarn mit vier kleinen Kindern zwischen drei und acht Jahren kamen mit einer Ladung Holz von einem Ausflug ins Gestr\u00fcpp zur\u00fcck. Sie wollten ihre Feuerstelle nutzen. Wir fragten uns schon wie das gehen sollte nach dem ganzen Regen der letzten Tage und da Clara auch ganz interessiert war (vor allem an den Kindern), schauten wir uns das ganze an. Die Familie war wirklich sehr nett und auch die Kinder quatschten munter drauf los und erz\u00e4hlten von ihrem ersten Campingtag. Die Frau erz\u00e4hlte, dass sie sich nicht getraut hatte, mit den Kids campen zu gehen bevor die J\u00fcngste nicht drei Jahre alt war. Wir konnten ein bisschen verstehen was sie meinte. Manchmal w\u00fcnschten wir uns doch kurzzeitig in ein all-inclusive-Resort, aber das sind einfach nicht wir und auch wenn es anstrengend ist, wachsen wir doch noch mal ganz anders zusammen als Familie. Aber ja, Clara braucht durch ihr Alter bedingt einfach noch super viel Betreuung, da hinter jeder Ecke eine potentielle Gefahr f\u00fcr sie lauert. Zwar steckt sie nicht mehr alles wahllos in den Mund und auch bei einem nahenden Auto kommt sie meist direkt zu uns gelaufen, aber darauf kann man sich nat\u00fcrlich nicht verlassen. Wasser hat auch eine magische Anziehungskraft und manchmal \u00fcbersch\u00e4tzt sie sich dann doch. Also rennt einer von uns ihr die ganze Zeit hinterher und der andere macht dann irgendwas was getan werden muss. Wir haben die Menge an &#8222;Hausarbeit&#8220; schon dadurch reduziert, dass wir m\u00f6glichst nur noch einmal am Tag sp\u00fclen, aber es gibt halt immer noch einiges anderes zu tun. Und durch ihre extreme Mamafixierung (im Moment besonders schlimm) bleibt das meistens an Benny h\u00e4ngen. Das ist irgendwie doof, aber schwer zu \u00e4ndern. Wir hoffen, dass die Z\u00e4hne bald nicht mehr so qu\u00e4len und Clara dann auch wieder besser gelaunt ist. Aber es war trotzdem ein wirklich sch\u00f6ner Tag, der jetzt zu Ende ging.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wollten wie gesagt einen Tag auf einem Campingplatz verbringen und mal etwas durchatmen. Also fuhren wir direkt zu dem angestrebten Campingplatz, wir dachten dort vielleicht auch fr\u00fchst\u00fccken zu k\u00f6nnen. 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