{"id":1500,"date":"2017-08-10T23:27:37","date_gmt":"2017-08-10T21:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1500"},"modified":"2017-08-10T23:27:37","modified_gmt":"2017-08-10T21:27:37","slug":"04-08-2017-treen-farm-camping","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1500","title":{"rendered":"04.08.2017 \u2013 Treen Farm Camping"},"content":{"rendered":"<p>Heute morgen wurden wir dann von Clara geweckt, diesmal etwas unsch\u00f6n durch Geschrei. Die Nacht war aber auch schon nicht ganz so toll, sie arbeitet unentwegt an ihren Eckz\u00e4hnen. Aber ein sch\u00f6nes Ereignis gab es dann doch f\u00fcr uns: Clara sagte pl\u00f6tzlich auf einmal &#8222;Auto&#8220; korrekt mit &#8222;O&#8220; am Schluss. Sie sagte schon fr\u00fch zu Auto: &#8222;Ato&#8220; und sp\u00e4ter verschwand das &#8222;O&#8220; dann wieder und sie sagte immer &#8222;Auta&#8220;. Das freute uns jetzt sehr, dass sie &#8222;Auto&#8220; sagen kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir fr\u00fchst\u00fcckten wieder im Bus, weil wir nicht so viel Zeit verlieren wollten. Wir hatten einiges vor heute morgen: Fr\u00fchst\u00fccken, Polizei, Geld wechseln, Supermarkt und Briefmarken kaufen. Zu Claras Mittagsschlaf wollten wir dann nach Treen auf den Campingplatz &#8222;Treen Farm Camping&#8220;. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck also erstmal noch Camper auf Vordermann bringen, also Bett abbauen (war streng genommen vor dem Fr\u00fchst\u00fcck) und sp\u00fclen. W\u00e4hrenddessen hat Clara nochmals Bekanntschaft mit einer Katze gemacht. Sie war auch total zutraulich und wir hofften mal, dass sie keine Krankheit besa\u00df. Sie sagte unentwegt &#8222;Katze, Katze&#8220; und &#8222;Ei Ei&#8220; und eilte ihr immer wieder hinterher. Lustig war es als die Katze unter dem Van verschwand und sie die Mama fragend anschaute mit den Worten &#8222;Katze?&#8220;.<\/p>\n<p class=\"western\">Danach gings dann aber erstmal zur Polizei. Irgendwie war das schon spannend. Nach 3 Minuten Fahrt kamen wir an. Rauf aufs Polizeigel\u00e4nde, rein ins &#8222;Enquiry Office&#8220;. Benny ging zu dem Officer hinter der Glasscheibe und w\u00fcnschte einen h\u00f6flichen &#8222;Good Morning&#8220;. Er fragte zun\u00e4chst mal, ob er die Toilette benutzen d\u00fcrfe ehe er den Unfall schilderte. Der Officer meinte, dass sie keine Toilette haben, geleitete Benny dann aber \u2013 gl\u00fccklicherweise \u2013 zu einem Behindertenklo. Nach seinem Gesch\u00e4ft, berichtete er dann von dem Vorfall. Der Officer war angetan von Bennys Englisch (Zitat Officer: &#8222;You speak quite good English!&#8220;), so dass das alles reibungslos ablief. Der Papierkram war \u00e4hnlich aufwendig wie in Deutschland. Er f\u00fcllte einen Bogen aus, der sicherlich 20 Seiten hatte. Gl\u00fccklicherweise hatte Benny der Polizei schon alles am Telefon erz\u00e4hlt, damit konnte der Polizist schon einige Infos aus dem PC extrahieren. Nach ca. 1h war das Thema dann erledigt und wir konnten zu einem Supermarkt fahren. Wir wollten zwei Tage auf dem Campingplatz stehen und kauften daher f\u00fcr 2 Tage ein. Vorher noch schnell Geld holen \u2013 das konnte man in England bisher immer am Supermarkt selbst. So auch hier. Gut! Weiter zur Post Briefmarken f\u00fcr die Karten besorgen. Bisher lief alles reibungslos. Wir waren wirklich froh, dass das so gut klappte, nach den beiden &#8222;Horrortagen&#8220; gestern.<\/p>\n<p class=\"western\">Unser Weg f\u00fchrte uns dann weiter zu dem \u00d6rtchen &#8222;Treen&#8220;, wo auch der Campingplatz &#8222;Treen Farm Camping&#8220; zu finden war. Wir brauchten dazu etwa eine dreiviertel Stunde. Clara brauchte nicht lange, um einzuschlafen. Als wir dann dort ankamen die b\u00f6se \u00dcberraschung. Na ja \u00fcberraschend war es nicht wirklich aber am Wegesrand stand ein Schild, dass der Campingplatz voll war, toll! Gl\u00fccklicherweise gab es neben dem Campingplatz einen Car Park, wo man f\u00fcr 2 Pfund den ganzen Tag stehen durfte. Miri blieb bei Clara im Bus (sie wurde wach, schlief dann aber wieder in Mamas Armen ein), w\u00e4hrend Benny zur Rezeption dackelte, um herauszufinden, ob es vielleicht doch noch ein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr uns gibt. Die Dame an der Rezeption verneinte leider, aber wir k\u00f6nnten es morgen fr\u00fch versuchen und schrieb uns dazu auf eine Warteliste. Wir sollten dann um 10.30 Uhr da sein. Auf dem Parkplatz wo wir standen, durften wir aber \u00fcbernachten. Auf Nachfrage, ob wir zumindest mal duschen k\u00f6nnten, gab es auch ein &#8222;No sorry, they are too busy!&#8220;, was wohl so viel bedeutete, als dass die Kapazit\u00e4t der Duschen kaum ausreicht f\u00fcr die Campingplatzkunden. Na ja egal, Duschen war in diesem Urlaub eh Luxus und da wir alle gleicherma\u00dfen stanken, war das auch kein Problem. Die t\u00e4gliche englische Dusche half \u00fcber vieles hinweg. Benny latschte traurig zur\u00fcck zum Bus, hatten wir uns doch so auf diesen Campingplatz gefreut weil er so super nah am Meer war und wie wir sp\u00e4ter selbst feststellen durften auch direkten Zugang zu traumhaften Str\u00e4nden bot. Clara schlief noch und so beschlossen wir, dass Benny erstmal einen Cream Tea von dem Caf\u00e9 neben dem Parkplatz holte und wir diesen dann sp\u00e4ter mit zum Strand nahmen. Dort kam sie kaum mehr zu sich. Irgendwann fing Benny schonmal an die Sachen zu packen, es war schon fast drei Uhr. Clara war davon absolut unbeeindruckt und schlief einfach weiter. Erst als Papa fast fertig war muckste sie sich langsam. Yeah, endlich konnten wir zum Beach. Nachdem alles aufgesattelt war, ging es vorbei am Campingplatz runter zu den Klippen. Boah war das ein Ausblick \u2013 ein Traum. \u00c4hnlich wie am Kynance Beach. Unser Weg sollte uns zum Pedn Vounder Beach f\u00fchren. Als wir an eine Lichtung kamen, fragte Mirjam nach dem Weg und die Frau sagte uns, dass die Flut zu hoch sei und es quasi keinen Strand mehr gibt und sie deshalb hoch gekommen sind. Der Weg soll angeblich auch sehr steil zu diesem Strand sein. Ok Shit, mussten wir dann weiter zum Porthcurno Beach, der noch ein gutes St\u00fcck weit entfernt war. Aber es sollte sich lohnen. Ein sch\u00f6ner Strand in einer Bucht umgeben von hohen Felsen, die man aber auf- und absteigen konnte. Trotz &#8222;High Tide&#8220; (Flut), die um 16.10 Uhr am h\u00f6chsten war, war der Strand noch gro\u00df genug f\u00fcr unsere Strandmuschel. Wir a\u00dfen dort erstmal unsere Cream Teas aber Clara wollte irgendwie nichts essen \u2013 sehr seltsam. Als die Eltern dann fertig waren gingen sie mit Clara zum Meer. Sie war sichtich angetan, Benny hielt sie an den Armen fest und wartete mit ihr auf die Wellen. Wenn die Wellen im Sand ausliefen, hielt er ihre F\u00fc\u00dfe ins Wasser und sie lachte sich dann immer kaputt. Das Wasser war aber saukalt. Wie wir sp\u00e4ter erfuhren etwa um die 14\u00b0C.<\/p>\n<p class=\"western\">Pl\u00f6tzlich wurde Mirjam von einem deutschen Typen angesprochen, den wir vor ein paar Tagen schonmal an einem Supermarkt getroffen haben. Was ein Zufall. Er erz\u00e4hlte uns, dass er unseren Van zwei Tage zuvor hat stehen sehen und er seine Frau beim spazieren gehen darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir diejenigen sind, die da am Supermarkt waren. Er hatte uns jetzt also zum dritten Mal gefunden \u2013 und es sollte nicht das letzte Mal sein. Irgendwie krass. Wir plauderten noch recht lange, bis seine Frau endlich mal los wollte, sie wollten n\u00e4mlich noch zu dem Minack Theatre direkt neben dem Strand. Dazu mussten sie die andere Seite der Klippe hochkraxeln, das hatten wir uns f\u00fcr diesen Tag geschenkt. Wir wollten das eher morgen besichtigen. Lustigerweise hatte sich dann bei der Verabschiedung rausgestellt, dass sie sogar auf dem gleichen Parkplatz wie wir parkten und wir ihnen dann sagen konnten, dass sie da auch \u00fcber Nacht stehen konnten. Das wussten sie nicht, dass man das darf. Daraufhin sind sie dann auch prompt geblieben \u2013 sogar zwei Tage wie wir sp\u00e4ter erfuhren. Ein nettes P\u00e4rchen, die zwei.<\/p>\n<p class=\"western\">Gegen 5 Uhr peilten wir dann auch den R\u00fcckweg an. Clara wurde wieder in die Trage gepackt und die Sachen geschultert und los gings. Es war irgendwie ganz sch\u00f6n anstrengend die Klippen wieder hoch zu laufen aber schlie\u00dflich kamen wir dann wieder bei Johnny an. Zwar etwas ersch\u00f6pft aber wir waren zur\u00fcck und hatten gut Hunger. Clara hatte auf dem R\u00fcckweg ziemlich gejammert, sie hatte auch die ganze Zeit die H\u00e4nde im Mund was darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass sie wieder mit den Z\u00e4hnen zu tun hat. Die Arme. Benny baute den Grill auf, Mirjam Tisch und St\u00fchle. Heute gab es Burger mit Kartoffeln und &#8222;Coleslaw&#8220; (Krautsalat) dazu Brot. Da freuten wir uns schon den ganzen Tag drauf seit wir eingekauft hatten. Es war wieder zu windig drau\u00dfen und Benny musste den Grill wieder im Van aufbauen, diesmal aber ohne F\u00fc\u00dfe direkt auf dem Kochfeld. Das ersparte eine Menge Arbeit. Burger fertig, ging das Festmahl los. Clara verputzte auch einiges. Es wurde dann aber schnell immer k\u00e4lter und ungem\u00fctlicher drau\u00dfen, aber gl\u00fccklicherweise haben wir es geschafft drau\u00dfen fertig zu essen. Die M\u00e4dels mussten sogar schon Jacken anziehen. Und das bei einem richtig sonnigen Tag. Nach dem Essen machten wir dann noch Bekanntschaft mit unseren Nachbarn. Ein englisches P\u00e4rchen aus Devon, das hier \u00f6fters mal zum abspannen herkommt. Wir vertieften uns wieder so in einem Gespr\u00e4ch, dass ihr Essen, das sie zuvor auf den Grill gelegt hatten, fast wieder kalt wurde. Sie wollten aber nicht unh\u00f6flich sein und uns abwimmeln. Als wir dies aber bemerkten verabschiedeten wir uns und sie konnten endlich was essen.<\/p>\n<p class=\"western\">Auf der anderen Seite von Johnny stand noch ein Bully aus den 60er Jahren (Baujahr: 1964). Der Typ, dem es geh\u00f6rte, hatte ihn schon 20 Jahre und sagte uns, dass er ein Enthusiast sei und dieses Ding schon gekauft hatte, wo es noch nicht &#8222;Cool&#8220; war. Netter Kerl. Er war unterwegs mit seiner Frau und einem Hund. Clara spielte wieder unentwegt mit dem Vierbeiner. Die Frau zeigte Benny sp\u00e4ter noch einige Pl\u00e4tze hier in Cornwall, die sehenswert sind. Nach einer Weile verabschiedeten wir auch dieses P\u00e4rchen und w\u00fcnschten Gute N8.<\/p>\n<p class=\"western\">Jetzt fing der Spa\u00df an \u2013 Sp\u00fclen. Kein Problem aber der Grill war wieder eine Tortur. Die Burger hatten alles derma\u00dfen zugefettet, dass fast die ganze Fett-Auffangschale gef\u00fcllt war. Igitt! Als nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit alles sauber war, war es schon recht sp\u00e4t (nach 9 Uhr). Clara musste jetzt ins Bettchen. Wie jeden Abend so auch diesen Abend verbrachten die Eltern noch ein bischen Zeit im F\u00fchrerhaus und gingen dann auch zu Bett. Ein wundersch\u00f6ner Tag \u2013 gl\u00fccklicherweise mal wieder \u2013 ging zu Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen wurden wir dann von Clara geweckt, diesmal etwas unsch\u00f6n durch Geschrei. Die Nacht war aber auch schon nicht ganz so toll, sie arbeitet unentwegt an ihren Eckz\u00e4hnen. 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