{"id":1517,"date":"2017-08-10T23:43:07","date_gmt":"2017-08-10T21:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1517"},"modified":"2017-08-10T23:43:07","modified_gmt":"2017-08-10T21:43:07","slug":"07-08-2017-the-lost-gardens-of-heligan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1517","title":{"rendered":"07.08.2017 \u2013 The Lost Gardens of Heligan"},"content":{"rendered":"<p>Wir schliefen wieder recht lange, Clara hatte es vermutlich n\u00f6tig, nach dem anstrengenden Tag gestern. Es war schon nach halb 9, da stand Benny wieder auf, weil er nicht mehr schlafen konnte. Die beiden M\u00e4dels nutzten das noch etwas aus. Es regnete schon etwas aber nur ganz leicht. Benny vertrieb sich die Zeit vorne im Camper und pl\u00f6tzlich sah er, wie ein Auto neben Johnny anhielt und die T\u00fcr aufging. Er dachte jetzt &#8222;Shit, jetzt gibts sicherlich \u00c4rger&#8220;. Es war tats\u00e4chlich jemand, dem das Land geh\u00f6rte auf dem wir vermutlich standen, da er just \u00fcber ein Tor Sprang, das zu einer Schafweide f\u00fchrte. Gl\u00fccklicherweise w\u00fcrdigte er uns keinen einzigen Blickes, er ignorierte uns quasi. Er hat uns hier wohl geduldet. Puh!<\/p>\n<p class=\"western\">Gegen halb 10 fragte Benny dann mal nach, ob die M\u00e4dels nicht mal langsam aufstehen wollten. Mirjam war gerade wach geworden und Clara machte dann auch irgendwann die Augen auf. Sie h\u00e4tte tats\u00e4chlich noch l\u00e4nger geschlafen! Krass, das war jedenfalls Rekord. So langsam passt sie sich an unsere Zeiten an. Wir nahmen unser Fr\u00fchst\u00fcck so schnell wie m\u00f6glich ein, erstens war der Ort nicht wirklich idyllisch und es lag auch etwas M\u00fcll rum, zweitens nervten uns hier (das erste Mal in England) einige \u00e4u\u00dferst penetrante Wespen. Benny t\u00f6tete insgesamt 3 Exemplare. Au\u00dferdem waren wir ja auch schon echt sp\u00e4t dran. Also so schnell wie m\u00f6glich alles wieder zusammengepackt und auf zu den Lost Gardens of Heligan, einer Gartenlandschaft, die erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts (genau: 1991) wieder entdeckt wurde. Dessen Geschichte reicht zur\u00fcck bis ins 12. Jahrhundert. Im 1. Weltkrieg mussten die G\u00e4rtner in den Krieg und sp\u00e4ter war kein Geld mehr da, um diesen in Schu\u00df zu halten. Er war also jahrzentelang sich selbst \u00fcberlassen ist er heute allerdings mittlerweile der meistbesuchte Garten Englands. Besonderes Highlight waren die subtropischen Pflanzen, die hier aufgrund des milden Golfstromklimas gedeihen und \u00fcberwucherte Statuen, die dem Ganzen etwas verwunschenes geben. Wir packten also nach der Ankunft auf dem Parkplatz unsere Siebensachen und marschierten los. Am Anfang konnte man noch einen Film gucken, der zeigte, wie der Garten bei seiner Wiederentdeckung ausgesehen hatte. Kaum waren wir damit fertig, fiel Benny ein, dass wir unser Trinken vergessen hatten. Also ging er noch mal zur\u00fcck und holte es. Dann ging es endlich in den Garten. Man konnte eine anstrengendere Route w\u00e4hlen, die nicht kinderwagengeeignet war und eine barrierefreie leichtere. Da wir den Buggy dabei hatten w\u00e4hlten wir zweiteres. Nach ein paar Metern und einem erneuten Studium der Karte traf Benny die Entscheidung: Das w\u00fcrde mit Buggy keinen Sinn machen. Wir k\u00f6nnten den Dschungelbereich damit nicht besuchen, der war zu steil. Also noch mal zur\u00fcck zum Auto&#8230; Wer ihn kennt wei\u00df wie froh er dabei war, aber es war letztendlich eine gute Entscheidung. Wir waren noch mehrmals am Tag froh, dass wir keinen Buggy dabei hatten.<\/p>\n<p class=\"western\">Mirjam und Clara spielten derweil an einem kleinen Bachlauf mit Wasserfall. Irgendwann fing es dann leider wieder an zu regnen, aber zum Gl\u00fcck nicht lang. Als Benny kam ging es dann mit weniger Gep\u00e4ck weiter. Der Garten war in verschiedene Bereiche aufgeteilt, einen gro\u00dfen K\u00fcchengarten, einen italienischen Garten, Wiesen f\u00fcr Bauernhoftiere und Spielbereiche f\u00fcr Kinder sowie den Dschungel, das vergessene Tal und einen Waldbereich mit den Statuen. Wir spazierten durch die ersten G\u00e4rten, irgendwann wurde Clara m\u00fcde und kam in die Trage. Zuerst etwas Gemecker, aber der magische Gesang ihrer Mutter brachte sie innerhalb k\u00fcrzester Zeit ins Land der Tr\u00e4ume. Die Eltern kletterten dann durch den Dschungel, wo es zeitweise st\u00e4rker regnete (passt ja im Regenwald) und durch das vergessene Tal (Lost Valley). Dann ging es wieder hoch. Wir kamen ganz sch\u00f6n ins Schwitzen. Zur\u00fcck ging es dann durch das Waldgebiet mit den Statuen, der Grund warum Mirjam hier hin gewollt hatte. Aber wie oft bei Filmen, wo in der Vorschau die beste Szene zu sehen ist, gab es davon hier auch nur zwei St\u00fcck, wovon eine auf den ganzen Fotos zu sehen gewesen war. Aber diese war wirklich sch\u00f6n, die Mud Maid (Matschm\u00e4dchen), ein schlafendes M\u00e4dchen, das \u00fcberwuchert war mit allerlei Pflanzen und dadurch sehr verwunschen wirkte. Hier wurde auch Clara wieder wach und wollte dann alsbald raus aus der Trage. Wir spielten mehrere Varianten durch was wir jetzt machen sollten, und entschieden uns dann, in dem Cafe etwas Ordentliches zu essen, obwohl wir eigentlich etwas kochen wollten. Mirjam hatte gut Hunger und wir h\u00e4tten erst mal sp\u00fclen m\u00fcssen bevor an Kochen noch mal zu denken war. Die K\u00fcche des Cafes war kurz davor zu schlie\u00dfen und wie wir erfuhren, gab es dann jedes Gericht f\u00fcr 2 Pfund anstatt 5 Pfund. Sau gudd! Wir entschieden spontan dann heute nicht mehr zu kochen und holten die letzten zwei Cheese Maccheroni, ein St\u00fcck Tortilla und Quiche sowie einen Salatteller und ein Sch\u00e4lchen Erdbeeren f\u00fcr 12 Pfund. Spottbillig! War auch alles sehr lecker und es machte auch den Eindruck als w\u00e4re alles frisch zubereitet. Nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern hatte Clara Gefallen an der Tortilla gefunden und schlumpste sie fast komplett alleine. Eier haben es ihr irgendwie angetan. Dann gingen wir noch mal etwas nach drau\u00dfen (es war wieder trocken) und fanden noch einen Eisstand. Auch dort gab es lokal hergestelltes Eis, f\u00fcr Benny Rhabarber mit gesalzener Karamell und Clotted Cream mit Erdbeer \u2013 f\u00fcr Mirjam Clotted Cream mit schwarzen Johannisbeeren und Schokolade mit Fudge (einer Art Karamell). Beide teilten nat\u00fcrlich ausgiebig mit Clara, nicht dass sich jemand Sorgen macht. Wir fanden dann ganz in der N\u00e4he noch einen Waldspielplatz, auf dem sehr viele B\u00e4ume so zurecht gehauen waren, dass man \u00fcber Stufen hoch und runter balancieren konnte. Auch eine H\u00fctte aus Zweigen war angelegt worden. Clara hatte ihren Spa\u00df, aber irgendwann mussten wir zur\u00fcck zum Camper, denn wir mussten unsere Essensvorr\u00e4te auff\u00fcllen und einkaufen gehen. Nach dem Einkaufen befand sich dann gleich neben dem Supermarkt ein Spielplatz, den Clara und Mirjam noch ansteuerten, damit Benny den Abwasch machen konnte. Danach fuhren wir noch mal ein paar Minuten ans Meer, an &#8222;The Beach at Carlyon Bay&#8220;, um unser Abendmahl zu uns zu nehmen. Es gab Reisreste gew\u00e4rmt f\u00fcr Mutter mit Kind und Melone f\u00fcr alle. Benny hatte komischerweise immer noch nicht wirklich Hunger. Beim Essen vorher hatte er sich auch nur ne K\u00e4semaccheroni reingedr\u00fcckt ohne wirklich Hunger zu haben. Komisch f\u00fcr ihn.<\/p>\n<p class=\"western\">Dann gingen wir vom Parkplatz eine gro\u00dfe Treppe runter ans Meer und entdeckten noch einen richtig sch\u00f6nen Strand mit einem gr\u00f6\u00dferen Felsen im Wasser. Immer sch\u00f6n, vor dem Schlafen noch mal kurz ans Meer zu k\u00f6nnen. Auf dem Weg \u00fcber den Sand fand Clara einen Deckel nach dem anderen mit dem sie versuchte Sand zu schaufeln. Das war echt s\u00fc\u00df und gl\u00fccklicherweise nimmt sie keine solchen Sachen mehr in den Mund. Sie kletterte dann die ganze lange Treppe wieder nach oben und war dann aber auch gut m\u00fcde. Also noch mal frisch machen und ab ins Bett (bzw den Sitz). Wir wollten heute n\u00e4mlich noch ein bisschen fahren Richtung Dartmoor, einem Nationalpark, den wir auf der Hinfahrt verpasst hatten. Auf der Fahrt an unseren Zielpunkt kamen wir irgendwann in das Moor, als pl\u00f6tzlich direkt vor uns am Stra\u00dfenrand Schafe lagen. Schockschwerenot! Ein paar Hundert Meter weiter dann das gleiche mit kleinen Ponys. Aber alles gut gegangen. Hier ist es so, dass die Stra\u00dfen zum Teil mitten durch Farmland f\u00fchren und an den Ein- und Ausg\u00e4ngen in die Stra\u00dfe so genannte &#8222;Cattle Grids&#8220; eingelassen sind. Das sind eiserne Gitterst\u00e4be \u00fcber die die Tiere nicht gehen k\u00f6nnen. Somit ist sichergestellt, dass kein Tier ausb\u00fcchsen kann. Aber wenn man zu schnell mit dem Auto dr\u00fcber brettert, dann wird man fast taub und das Inventar leidet sehr. Am Ziel angekommen verbrachten wir noch etwas Zeit in der Fahrerkabine gingen dann auch die Alten so langsam in die Heia&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schliefen wieder recht lange, Clara hatte es vermutlich n\u00f6tig, nach dem anstrengenden Tag gestern. Es war schon nach halb 9, da stand Benny wieder auf, weil er nicht mehr schlafen konnte. Die beiden M\u00e4dels nutzten das noch etwas aus. 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