{"id":1523,"date":"2017-08-14T20:44:29","date_gmt":"2017-08-14T18:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1523"},"modified":"2017-08-14T20:44:29","modified_gmt":"2017-08-14T18:44:29","slug":"09-08-17-dartmoor-nationalpark-tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1523","title":{"rendered":"09.08.17 &#8211; Dartmoor Nationalpark Tag 2"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten uns heute den Wecker gestellt, um mal wieder einen besseren Rhytmus zu bekommen. Also standen wir um acht Uhr auf und nach dem Fr\u00fchst\u00fcck am windigen Flussufer war es erst halb 10. Das war mal wieder eine humane Zeit. Wir wanderten etwas flussabw\u00e4rts, denn dort sollte es noch ein paar sch\u00f6ne Stellen im Wald geben. Und tats\u00e4chlich nach kurzer Zeit sahen wir zwei Jungs an einer tiefen Stelle in den Fluss springen. Echt wahnsinnig! Uns war schon beim Zuschauen kalt. Sie empfohlen uns es auch mal zu probieren. Man konnte auch an einem Seil \u00fcber den Fluss schwingen \u2013 wie Tarzan an der Liane -, aber wir lehnten dankend ab. F\u00fcr Clara gab es hier eine seichte Stelle wo sie Steine werfen und Wasser schaufeln konnte. Man musste aber ziemlich aufpassen, dass sie nicht zu weit ging, denn es wurde dann doch recht schnell tiefer und die Gummistiefel waren ja auch irgendwann zu Ende. Wir gingen ein St\u00fcck weiter, aber viel spannender wurde es nicht. Irgendwann entschieden wir dann umzudrehen, damit wir sp\u00e4testens zu Claras Mittagsschlaf nochmal zur\u00fcck waren. Als wir wieder am Camper ankamen, hatte sich der vormals leere Parkplatz gut gef\u00fcllt und einige Familien picknickten und Kinder (mit Neoprenanz\u00fcgen) h\u00fcpften im Wasser rum. Englischer Sommer. Clara war mittlerweile gut m\u00fcde, denn wir hatten sie ja heute geweckt und gestern war es sehr sp\u00e4t gewesen, als sie geschlafen hatte. Wir hatten noch eine interessante Station in der N\u00e4he gefunden, die wir anfahren wollten. Wir stellten sp\u00e4ter fest, dass dies an der gleichen Stelle war, wo wir gestern schon waren. Nur ein paar hundert Meter enfternt von dem Steinbruch. Irgendwie hatten wir das \u00fcbersehen. Clara konnte so jedenfalls auf der Fahrt einschlafen, was auch fast direkt funktionierte. Wir fuhren die Merrivale Steinreihe an, eine gr\u00f6\u00dfere Ansammlung von uralten Steinformationen, genauer gesagt einem Steinkreis, zwei doppelten und einer einzelnen Steinreihe, Zisterne und aufrechtstehenden Steinen. Sie sind mehr als 3000 Jahre alt und der Zweck der gut 3km langen Steinreihen ist unklar. Die verwendeten Steine sind zu niedrig um zur Sternbeobachtung benutzt werden zu k\u00f6nnen und sie sind zu nah beieinander, um f\u00fcr Prozessionen genutzt zu werden. Als Clara erwachte, machten wir uns auf den Weg. Wir hatten diesen Ort (es gibt einige davon in Dartmoor) deshalb ausgesucht, weil er leicht erreichbar ist. So mussten wir nur 200 m bis zur ersten Steinreihe laufen, allerdings bergauf. Das Wetter war wieder etwas schlechter geworden und es blies ein starker Wind, der Clara nicht behagte. Dann fing es auch irgendwann noch zu nieseln an. Man konnte sehen wie der Wind den Nieselregen regelrecht durch die Luft peitschte. Zu dem Ort passte diese Atmosph\u00e4re, aber es machte trotzdem nicht so richtig viel Spa\u00df. Also hielten wir uns kurz, aber das Areal hatte wie schon gesagt ziemlich gro\u00dfe Ausma\u00dfe, so dass es eine Zeit dauerte, besonders mit Kind, das st\u00e4ndig hoch\/runter und vor allem am allerliebsten zum Wasser (einem kleinen Bach oder diversen Pf\u00fctzen) wollte und generell andere Interessen hatte als die Eltern. Den Steinkreis fanden wir aber nicht so schnell, weshalb Benny mal eine &#8222;Oma&#8220; mit vermutlich ihrem Enkelchen, das gerade Drachen steigen lie\u00df, fragte, ob sie wisse wo denn der Steinkreis ist. Sie verneinte und sagte, dass sie auch zum ersten Mal hier ist. Sie hat allerdings ein paar Leute beobachtet, die auf die andere Seite des Areals gewandert sind. Wenn er es genauer wissen wollte, sollte er lieber noch jemand anderes fragen. Sie zeigte auf einen Mann mit Karte in der Hand. Wegen dem Wetter wollten wir eigentlich langsam wieder los, da beschloss er dann doch zu dem Herrn zu gehen, der ihm dann freundlich seine Karte zeigte \u2013 sah aus wie eine Schatzkarte. Dort konnte man sehen, wo der Steinkreis ist und wir konnten dann dorthin gehen. Unterwegs entdeckten wir noch die Zisterne, wo Benny dann auf Gehei\u00df von Clara ihre F\u00fc\u00dfe (mit Gummistiefelchen) ins Wasser hielt.<\/p>\n<p class=\"western\">Bald waren dann die Fotos im Kasten und wir konnten uns dem n\u00e4chsten Thema widmen: Hunger. Unser aktueller Parkplatz war ziemlich bev\u00f6lkert, also fuhren wir noch ein kleines St\u00fcckchen weiter. Hier im Dartmoor ist es genau entgegengesetzt zum Rest von England: Man findet \u00fcberall kostenlose Parkpl\u00e4tze und wildes Campen wird nicht nur geduldet, sondern sogar unterst\u00fctzt! Also fanden wir auch schnell einen Parkplatz und dann war mal wieder das \u00fcbliche Prozedere an der Reihe: Sp\u00fclen (das Geschirr war alle) und dann Kochen. Es gab Reis mit Thaiso\u00dfe und Knobi-H\u00e4hnchen. Mangels Zeit greifen wir hier \u00f6fter auf Halb-Fertiggerichte (wie hier das Fleisch, das schon fertig paniert war) zur\u00fcck oder z.B. vorgeschnibbeltes Gem\u00fcse, was bisher immer gut war. Die ganze Familie haute gut rein und lie\u00df es sich schmecken. Nach dem Essen fiel Mirjam ein, dass sie sich heute sp\u00e4testens um die F\u00e4hre k\u00fcmmern wollte. Also telefonierte sie diverse Hotlines an. Wir waren leider etwas sp\u00e4t dran und f\u00fcr unseren Wunschtermin Samstag Vormittag gab es entweder gar nichts mehr oder nur noch mind. 4x so teuer wie die Hinfahrt gewesen war (diese hatten wir auch eher kurzfristig gebucht). Nach einigem Hin- und Her\u00fcberlegen entschieden wir uns dann f\u00fcr eine \u00dcberfahrt am Samstag Abend um 19:15 Uhr, die dann nur fast doppelt so teuer war wie die Hinfahrt. Leider ging es auch nur nach Calais und nicht nach D\u00fcnkirchen, was uns eine halbe Stunde Autofahrt gespart h\u00e4tte. Die P&amp;O Ferries fahren ausschlie\u00dflich Calais an. Jedenfalls hatten wir dies beim ersten Telefonat nur reserviert, deshalb musste Mirjam noch mal dort anrufen. Nach unserer Zeit war es halb f\u00fcnf, nach deutscher schon eine Stunde sp\u00e4ter. Das bedeutete, dass die Reederei dann die Leitungen f\u00fcr die deutsche Hotline schon zu hatte. Also mit der englischen telefonieren&#8230; Eigentlich ja kein Problem, aber die Dame am anderen Ende hatte so einen krassen Akzent, dass es echt schwer war sie zu verstehen. Aber irgendwie funktionierte es dann doch und nach dreimaliger Durchsage unserer Fahrzeugma\u00dfe hatten wir dann ein Ticket gebucht. In der Zwischenzeit hatten Benny und Clara ein bisschen rund um den Camper gespielt. Das Wetter war (schon seit dem Mittagessen) besser geworden und hier war ein kleiner Bach und auch sonst war es hier wieder sehr nett. Leider ist Clara auch nach den ganzen gemeinsam verbrachten Tagen noch so mamafixiert, dass es f\u00fcr Benny nicht oft m\u00f6glich ist, mit ihr Zeit zu verbringen, ohne dass sie st\u00e4ndig zu Mama will. Das ist f\u00fcr beide Elternteile anstrengend. Umso sch\u00f6ner war es, dass es jetzt mal wieder geklappt hatte. Anschlie\u00dfend gingen wir noch die kleine Stra\u00dfe weiter, an der wir geparkt hatten. Sie f\u00fchrte auf ein mit Schildern ziemlich rigoros abgegrenztes Gebiet. An zwei Pfosten stand &#8222;Merrivale Quarry&#8220; (zu Hause recherchiert: Granit Steinbruch, 1997 geschlossen \u2013 so sah es dort auch aus). Benny war einmal vorgegangen und hatte gesehen, dass dort noch ziemlich interessante Geb\u00e4ude und ein Wasserfall waren. Wir inspizierten alles mit gr\u00f6\u00dfter Vorsicht, denn die Warnungsschilder waren schon ziemlich eindr\u00fccklich, aber die Abenteuerlust war gr\u00f6\u00dfer. Ein gro\u00dfer Wasserfall fiel in ein gro\u00dfes durch einen mit Stacheldraht abgesperrtes Becken. Dieses war angeblich sehr tief und es w\u00e4re daher lebensgef\u00e4hrlich. An den Ruinen hingen Blechteile herunter, die durch den Wind bewegt wurden und unheimliche Ger\u00e4usche machten wie in einer Geisterstadt, ein paar Schafe liefen umher&#8230; Das hatte schon was. Dann ging es irgendwann wieder zur\u00fcck, Clara a\u00df noch eine Kleinigkeit zu Abend (wir auch, denn sp\u00e4ter war der Zugang zu Essen nicht mehr so einfach wenn Clara schlief \u2013 eigentlich war aber nicht wirklich viel Hunger vorhanden) und dann fuhren wir los. Unser Schatz schlief bald darauf ein und wir konnten noch einiges von der wundersch\u00f6nen Landschaft sehen, denn es war erst kurz nach acht und hell genug. Unser Weg sollte uns heute Abend noch raus aus Dartmoor nach Stonehenge f\u00fchren, denn das hatten wir auf der Hinfahrt ausgespart. Etwa 2,5h Autofahrt standen an. Dort angekommen, wollten wir auf den Stonehenge Parkplatz, der vom National Trust betreut wird. Leider war dieser verschlossen. Mirjam meinte sie h\u00e4tte gelesen, dass es in der N\u00e4he einen Feldweg gibt, den man zum \u00fcbernachten anfahren sollte. Das taten wir und nach kurzer Suche \u2013 es war mittlerweile stockfinster &#8211; haben wir ihn auch gefunden. Wie sich am n\u00e4chsten Tag rausstellte parkten wir direkt nebem dem ber\u00fchmtesten Steinkreis Englands \u2013 vielleicht sogar der ganzen Welt. Es war schon recht sp\u00e4t also gings gleich drauf ins Tr\u00e4umeland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten uns heute den Wecker gestellt, um mal wieder einen besseren Rhytmus zu bekommen. Also standen wir um acht Uhr auf und nach dem Fr\u00fchst\u00fcck am windigen Flussufer war es erst halb 10. Das war mal wieder eine humane Zeit. Wir wanderten etwas flussabw\u00e4rts, denn dort sollte es noch ein paar sch\u00f6ne Stellen im&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2017-england"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1523"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1524,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1523\/revisions\/1524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjam-benny.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}