{"id":1662,"date":"2022-09-02T10:52:58","date_gmt":"2022-09-02T08:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1662"},"modified":"2022-09-02T10:52:58","modified_gmt":"2022-09-02T08:52:58","slug":"24-08-2022-weiterfahrt-nach-kroatien-zum-autocamp-tramontana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1662","title":{"rendered":"24.08.2022 &#8211; Weiterfahrt nach Kroatien zum Autocamp Tramontana"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute war schon wieder der Tag der Abreise gekommen. Es \u00fcberkam einem doch meistens auch etwas Melancholie, zumindest wenn man wie hier an einem sch\u00f6nen Ort war. Aber wir freuten uns aufs Meer. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck (M\u00fcsli\/Brot, je nach Gusto) gingen Miri und Clara sp\u00fclen, Nils und Benny bauten das Zelt ab und verstauten die Fahrr\u00e4der. Das war eine kleine Herausforderung, Nils wollte immer wieder helfen und Benny musste schauen, dass nichts auf ihn drauf fiel. Wir packten also alles final zusammen, fuhren zur Rezeption und bezahlten dort, entsorgten den M\u00fcll, gingen aufs Klo, f\u00fcllten Wasser auf und putzten die Z\u00e4hne. Nun ging es wieder auf die Stra\u00dfe. In Bovec kaufte Benny noch schnell ein paar Kleinigkeiten ein, dann machten wir uns auf den Weg nach S\u00fcden. Wir hatten entschieden keine Vignette f\u00fcr Slowenien zu kaufen und Google angewiesen, Mautstra\u00dfen zu vermeiden. Wir h\u00e4tten f\u00fcr Hin- und R\u00fcckfahrt eine gebraucht (gab nur 7 Tages Vignetten und Monatsvignetten) und die kosteten dreimal so viel wie in \u00d6sterreich, dazu waren wir zu geizig. Irgendwo h\u00f6rt der Spa\u00df auf und wir hatten nur ca. 40 Minuten l\u00e4nger bis zum Ziel. Das war es uns wert. Nach einiger Zeit durch die Berge fuhren wir \u00fcber die Grenze nach Italien. Da gurkten wir auch noch eine zeitlang durch die Gegend. Gegen halb 12 schlief Nils ein und nach einer Stunde wurde er wach. Wir fuhren noch ca. eine halbe Stunde, da wir hofften unsere Mittagspause am Meer verbringen zu k\u00f6nnen. Nils meckerte irgendwann ziemlich aber wir schafften es nach Duino und fanden dort tats\u00e4chlich einen ganz guten Parkplatz mit Meerblick. Zwar waren die M\u00fclltonnen direkt nebenan, aber wir parkten so dass sich der Camper zur anderen Seite \u00f6ffnete und er zwischen den Tonnen und uns war. Miri machte Tomatensuppe warm und f\u00fcr Nils gab es ein Gl\u00e4schen. Das dauerte zum Gl\u00fcck alles nicht lang, und wir setzten uns auf die Mauer direkt nebenan und lie\u00dfen es uns zusammen mit dem leckeren Brot, das Benny gekauft hatte, schmecken. Als alle satt waren, noch schnell eincremen, zu Claras Freude, und dann ab ans Meer! Miri musste noch kurz in das Restaurant die Toilette aufsuchen, dann spazierten wir ums Hafenbecken, da wir gern auf den Wellenbrecher bis ganz nach vorne klettern wollten. Unterwegs sahen wir eine Dame auf einer Bank liegen, ein Bein auf der Sitzfl\u00e4che, das andere an der Lehne angelehnt. Sie trug einen Rock und hatte Tag der offenen T\u00fcr. Miri traute ihren Augen kaum, Benny fands witzig. Wir vergewisserten uns nochmal, dass wir nicht an einem FKK Strand waren und dann ging es aber los zum Wellenbrecher. Die Kraxelei gestaltete sich schwieriger als gedacht, da oben auf der Mauer alles voll lag mit Leuten, die zwar alle meinten wir sollten ruhig auf ihre Handt\u00fccher treten, aber das trauten wir uns nicht so richtig. Also kraxelten wir ganz vorsichtig nach vorne. Benny hatte Nils auf dem Arm. Zum Gl\u00fcck ging alles gut. Clara und Benny gingen noch ein St\u00fcck weiter nach unten ans Wasser und schaute sich mit ihr Muscheln an, die auf den Felsen klebten, Miri blieb mit Nils etwas weiter oben. Nach kurzer Zeit gingen wir wieder zur\u00fcck, gl\u00fccklicherweise ohne dass einer ins Wasser plumpste. Wir entschieden noch in das Restaurant dort am Hafen zu gehen und einen Kaffee zu trinken bzw. ein Eis zu essen. Es gab dort sowas \u00e4hnliches wie einen Affogato, statt mit einer Kugel Vanilleeis mit einem Tartufo Eis in hell oder dunkel. Benny nahm hell, Miri dunkel. Clara suchte sich ein Eis am Stiel auf der Karte aus. Nils bekam Sprudel, den er liebt (es bizzelt immer so am Mund wenn er trinkt und er verzog dabei immer so witzig das Gesicht). Wobei er unsere Sachen nat\u00fcrlich auch spannend fand. Danach gingen wir wieder zur\u00fcck in Richtung Camper, die Weiterfahrt antreten. Nils fand es so mitteltoll, wieder in den Sitz gesteckt zu werden, aber es war auch keine gr\u00f6\u00dfere Katastrophe. Wir passierten irgendwann wieder die Grenze nach Slowenien, dann ging es \u00fcber teilweise serpentinenartige Stra\u00dfen quer durchs Landesinnere. Nils schlief zwischenzeitlich, als wir pl\u00f6tzlich an einer Grenzstation mit heruntergelassenen Schranken standen. Da hatten wir wohl ohne es zu merken, die slowenisch-kroatische Grenze erreicht. Ein Grenzbeamter sa\u00df im H\u00e4uschen, der erhob sich irgendwann um unser \u00dcbertrittsgesuch zu pr\u00fcfen. Er wollte die P\u00e4sse und den Fahrzeugschein haben. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, dann kam er wieder zur\u00fcck und lie\u00df uns durch. Benny fragte noch, ob wir auf der R\u00fcckreise hier auch durch d\u00fcrften, da wir gelesen hatten, dass es da Grenzen gibt, \u00fcber die man als Nicht-Slowene nicht fahren darf. Er sagte nur, dass wir ja kein Wohnmobil h\u00e4tten und es von daher ginge \u2013 irgendwie hatten wir den Eindruck, dass wir mit einem Wohnmobil jetzt auch nicht \u00fcber die Grenze h\u00e4tten fahren d\u00fcrfen, er sagte zumindest, dass WoMos nicht erlaubt sind. Freundlich war auch anders, er war ziemlich stoffelig. Wir f\u00fchlten uns noch etwas mulmig, fuhren aber nat\u00fcrlich weiter. Wir hatten jetzt noch eine gute halbe Stunde bis zu unserem Ziel. Nils wurde irgendwann auch wieder wach, aber bald hatten wir endlich unser Ziel erreicht \u2013 Saporija. Wir fanden den Campingplatz &#8222;Autocamp Tramontana&#8220; und hielten erst mal an zum Einchecken. Benny versuchte jemanden zu finden, das dauerte eine ganze Zeit, in der Miri mit den Kindern ausstieg, da Nils Radau machte und Clara auch mal wieder aus dem Sitz rauswollte. Es war ziemlich hei\u00df, also suchten die drei mal das Meer auf, das man direkt \u00fcber eine Treppe am Ende des Campingplatzes erreichen konnte. Dort waren einige Felsen und dann das Meer. Clara war ganz begeistert, f\u00fcr Nils waren die Felsen etwas schwierig, da sie ziemlich schr\u00e4g waren. Nach ein paar Minuten dort musste Clara aufs Klo, also versuchten wir es, allerdings gab es kein Klopapier mehr. Also Benny suchen, der mittlerweile unseren Stellplatz zugewiesen bekommen hatte und mit den Nachbarn im Gespr\u00e4ch war. Das war n\u00e4mlich auch noch ne super Situation. Es wurde ihm von dem Platzherr ein Stellplatz zugewiesen. Der war ziemlich eng, quasi direkt an einem fremden Zelt. Benny sagte ihm, dass wir noch ein Zelt haben und mehr Platz brauchen. Dann verscheuchte er die Camper wieder, sie sollen ein paar Meter weiter nach rechts. Die hatten alles schon aufgebaut, da war tolle Nachbarschaft vorprogrammiert. Benny ging direkt nach dem Man\u00f6ver zu ihnen und teilte mit, dass es ihm total unangenehm ist, sie hier zu vertreiben. Zum Gl\u00fcck waren die beiden total entspannt. Sie sind eh nur eine Nacht da. W\u00e4hrend dem Gespr\u00e4ch stellte sich dann noch raus, dass die beiden eine Weltreise mit dem Rad und ihrem Hund machen. Sie waren schon 5000 km unterwegs und wollen von hier weiter runter nach Griechenland. Vor einem halben Jahr sind sie gestartet, geplant haben sie 5 Jahre. Voll krass, die wollen echt den ganzen Eurasischen Kontinent durchradeln und dann \u00fcbersezten auf den n\u00e4chsten Kontinent \u2013 Respekt. Gleich mal bei Facebook angefreundet und so k\u00f6nnen wir jetzt die beiden verfolgen, wo sie \u00fcberall rumkommen. Miri holte mit dem Kids in der Zwischenzeit das Klopapier und ging noch mal zum Klo. Dieses mal klappte es. Leider gab es hier nur sehr wenige Klos (2 Frauen, 2 M\u00e4nner) und auch nur 2 Duschen f\u00fcr relativ viele Leute (80 Stellpl\u00e4tze). Auch die Stellpl\u00e4tze waren alle ziemlich eng gedr\u00e4ngt. Nun meldete sich aber der Hunger und wir bereiteten das Abendessen zu. Wir hatten nicht mehr sehr viel Brot und Clara verdr\u00fcckte heute 5 Scheiben mit Kr\u00e4uter-Frischk\u00e4se, da blieb f\u00fcr uns nicht mehr so viel \u00fcbrig, aber wir hatten auch keinen B\u00e4renhunger, also war es ok. Nach dem Essen entschlossen wir uns noch einen Abendspaziergang zu machen, Nils kam in den Kinderwagen, wir anderen gingen zu Fu\u00df. Wir spazierten an dem kleinen Hafen entlang und dann am Rand eines anderen Campingplatzes vorbei. Es gab immer wieder kleine Treppen, die ans Meer f\u00fchrten. Nils war schon sehr m\u00fcde, das merkte man ihm an, er meckerte ziemlich viel. Als Benny mit Clara eine der Treppen zum Meer nahm ging Miri mit ihm etwas weiter und nahm ihn dann auch mal aus dem W\u00e4gelchen. Da beruhigte er sich auch wieder. Wir sahen noch den Sonnenuntergang \u00fcber dem Meer. Da Nils leider keine gro\u00dfe Lust hat im Wagen zu sitzen, drehten wir dann am Ende der Bucht wieder um. Benny brachte Nils ins Bett, Miri las Clara was vor. Sie war heute mega aufgeregt wegen Nils&#8216; morgigem Geburtstag. Auch nach der Verabschiedung kam sie noch st\u00e4ndig und wollte irgendwas und schlief anscheinend erst nach 23 Uhr wirklich ein. Krass wie sie das mitnimmt. Wir haben noch etwas drau\u00dfen vorm Bus gesessen und geplaudert, die Sterne angeschaut und nach Sternschnuppen gesucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war schon wieder der Tag der Abreise gekommen. 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