{"id":1710,"date":"2023-06-11T22:17:19","date_gmt":"2023-06-11T20:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1710"},"modified":"2023-06-11T22:17:19","modified_gmt":"2023-06-11T20:17:19","slug":"05-06-2023-tag-am-strand-im-osten-der-insel-mit-austernessen-als-abschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirjam-benny.de\/?p=1710","title":{"rendered":"05.06.2023 &#8211; Tag am Strand im Osten der Insel mit Austernessen als Abschluss"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute morgen war Miris Migr\u00e4ne wieder weg, ein Gl\u00fcck! Wir waren zu ziemlich normaler Uhrzeit wach, also ging Benny wie meistens gegen 8 die Backwaren holen und wir begannen den Tag gemeinsam mit einem ausgiebigen Croissantfr\u00fchst\u00fcck. Die Nachbarn w\u00fcrden heute abreisen und fr\u00fchst\u00fcckten am Strand, da sie sich noch vom Meer verabschieden wollten. Das hatte gestern wegen dem kurzzeitigen Regen nicht mehr geklappt. Als sie wieder zur\u00fcckkamen, spielte Clara noch ein wenig mit den M\u00e4dels, aber es war allen schon der Abschiedsschmerz anzumerken. Felina vergoss dann auch ein paar Tr\u00e4nen, Clara war auch richtig traurig als sie abgefahren waren und erstmal f\u00fcr nix so richtig zu begeistern. Aber das ist auch normal und wir gaben ihr die Zeit, die sie brauchte. Auch Nils merkte man seine Trauer an. Aber gut, wir hatten ja auch noch was vor, wir wollten es heute n\u00e4mlich noch mal probieren und mit dem Fahrrad zu den Pferden fahren. Vielleicht hatten wir ja dieses Mal mehr Gl\u00fcck. Wir packten auch gleich die Badesachen mit ein, irgendwie wollten wir noch an einen Strand auf der anderen Seite der Insel fahren, aber der Plan war noch nicht ganz ausgereift, da die Strecke f\u00fcr Clara auf dem Fahrrad zu viel war (ca. 16km ein Weg). Eigentlich schafft sie das schon, vor allem weil ja alles flach ist aber man muss auch die Hitze bedenken, die es extrem erschwert. Nicht nur f\u00fcr Clara auch f\u00fcr uns und es war klar, dass wir direkt in der Mittagshitze losfuhren. Jetzt aber erst mal zu den Pferden. Dort angekommen, war dieses Mal das Tor auch offen und eine Frau sa\u00df in einem kleinen Empfangsh\u00e4uschen. Sie sprach mehr schlecht als recht Englisch, gab uns aber zu verstehen, dass wir fr\u00fchstens am Mittwoch morgen ein Pferd f\u00fcr Clara bekommen w\u00fcrden, da sie heute nur Ponys f\u00fcr kleinere Kinder bis 5 Jahre bereit h\u00e4tten und morgen ganz geschlossen h\u00e4tten. Der Fluch der Nebensaison war wieder da. Wir k\u00f6nnten gegen eine Eintrittsgeb\u00fchr aber den Hof besichtigen. Das fanden wir auch irgendwie doof und fragten nach einer Alternative. Sie nannte uns einen Eselhof (Donkey Farm) in der N\u00e4he. Also fuhren wir dort hin, die Farm war nur etwa 1,5km entfernt und mit dem Bike gut zu erreichen. Dort angekommen war ein M\u00e4del, das leider quasi kein Englisch konnte, uns aber auf franz\u00f6sisch, gepaart mit ein paar englischen W\u00f6rtern, verst\u00e4ndlich machen konnte, dass wir eine Telefonnummer anrufen mussten, um weitere Details f\u00fcr einen Termin abzumachen. Also taten wir das, erfuhren dann aber, dass wir einen deutschsprachigen Mann auf einer anderen Nummer um 12:30 Uhr anrufen sollten. Maximal kompliziert aber es sollte sich lohnen. Also gut, mit Reiten wurde es heute wohl eher nichts mehr. Clara war wieder ziemlich traurig und Benny auch gefrustet, da man Clara jetzt schon zwei Tage die Nase lang machte sie k\u00f6nne reiten und jedes mal wirds dann nichts, aber es half ja alles nichts. Wir fuhren nun unverrichteter Dinge zur\u00fcck zum Campingplatz, versuchten Nils wachzuhalten, da wir nun beschlossen hatten, doch mit dem Camper auf die andere Seite der Insel zu fahren, um dort einen Strand zu erkunden. Benny und Clara riefen ihn \u00f6fters mal und er antwortete auch mit &#8222;Ja!&#8220;, das war auch wieder voll s\u00fc\u00df. Er schlief allerdings doch irgendwie ein, das muss echt noch kurz vor dem Campingplatz passiert sein so oft wie wir ihn gerufen hatten. Das war ziemlicher kack aber wir versuchten ihn mal umzubetten in seinen Sitz aber er wurde nat\u00fcrlich wieder wach, so dass er jetzt vielleicht 10 Minuten Mittagsschlaf gemacht hatte. Auf der Fahrt war er aber sehr gut gelaunt und lachte mit Clara \u00fcber jeden Hubbel, die hier \u00fcberall auf der Stra\u00dfe in den Ortschaften sind, damit man auch wirklich 30 km\/h Tempolimit f\u00e4hrt. Sie fanden es total witzig, wenn der Camper so wackelte. Wir kamen dann nach nicht allzu langer Fahrt am Strand von Boyardville an. Man parkte dort zwischen den Kiefern und anderen B\u00e4umen und hatte von dort noch einen kleinen Fu\u00dfmarsch, bis man am wirklich sch\u00f6nen und riesigen Sandstrand ankam. Im Vergleich zu unserem war er wirklich super sch\u00f6n aber auch total leer, kaum was los. Selbst die Buden am Strand waren geschlossen. Das erzeugte so gemischte Gef\u00fchle aber direkt am Strand merkte man davon nix, au\u00dfer, dass kaum was los war. Bevor es allerdings losging st\u00e4rkten wir uns noch mit den Baguettes, die Benny morgens wieder f\u00fcr uns geschmiert hatte. Als dann endlich die ganzen Strandsachen im Kinderwagen verstaut waren, konnten wir los. Es war schon wieder richtig hei\u00df, obwohl das Thermometer immer nur so 22 bis 24 Grad vermeldete. Am Strand angekommen, waren wir froh, erst mal die F\u00fc\u00dfe etwas abk\u00fchlen zu k\u00f6nnen und fanden auch direkt schon spannende Dinge, wie kleine seesternartige Skelette und kleinere Krebse. Wir stellten fest, dass wohl grad Ebbe war, denn ein Gro\u00dfteil des Sandes war sehr fest und feucht. Es dauerte aber auch nicht lange, bis wir merkten, dass doch eher die Flut schon eingesetzt hatte, denn nach und nach kamen unsere Sachen, die wir bisher nur geparkt hatten, dem Wasser immer n\u00e4her. Wir bauten also mal unsere Strandmuschel in einem Bereich weiter weg vom Wasser auf, der trocken wirkte, und dann erkundete Miri mit Nils das Wasser. Er war voll in seinem Element. Er nahm immer mit der Schaufel Sand auf und lie\u00df den Sand wieder ins Wasser plumpsen. Das spritzte ziemlich, was er total cool fand. Clara war immer noch ziemlich kritisch dem Meer und allem Unbekannten gegen\u00fcber eingestellt, dass sie dort fand. Das meiste machte ihr Angst oder sie fand es eklig. Aber die Faszination war auch da und ein paar Sachen schaute sie sich auf Papas Arm an. Die Hitze war aber schon krass und machte uns irgendwie doch zu schaffen. Irgendwann musste Clara gro\u00df und Miri ist mit ihr zur Toilette. Benny war mit Nils alleine und nach einer Weile sahen die beiden einen gr\u00f6\u00dferen Krebs im Wasser. Papa holte die Schaufel und &#8222;fing&#8220; den Krebs damit. Er legte ihn auf den Sand und Nils konnte ihn begutachten. Er wirkte als ob er w\u00fcsste, dass er dort besser nicht mit den Fingern drangeht. Er schien auch recht fasziniert davon zu sein. Pl\u00f6tzlich fing der Krebs an sich in Richtung Wasser zu bewegen. Erst langsam vorw\u00e4rts gerichtet, dann drehte er sich seitlich und lief super schnell Richtung Wasser. Das war voll witzig und Nils war aus dem H\u00e4uschen. Benny schnappte ihn nochmal, also den Krebs und hielt ihn auf der Schaufel, von dort wollte der Krebs nicht runterspringen. Er wollte ihn auch noch Clara zeigen, die so eine Art Hassliebe zeigte als sie zur\u00fcckkam. Schlie\u00dflich entlie\u00dfen wir den Krebs in seine Freiheit und schauten zu, wie er im Wasser verschwand, vermutlich hatte er Todesangst und war froh, als er wieder in seiner bekannten Umgebung war. Benny ging sp\u00e4ter noch mit Clara den Strand entlang, denn in der einen Richtung sah man am Ende der Bucht einen Leuchtturm. Sie versuchten dort hin zu kommen, allerdings versperrte ihnen dann das Wasser den Weg, denn der Leuchtturm befand sich doch nicht wie angenommen auf einer Landzunge, sondern eher auf einer Insel. Auf dem Hin- und R\u00fcckweg sahen die beiden etliche Quallen im Sand \u2013 es war ja immer noch teilweise Ebbe. Benny fragte einen Fischer am Strand, ob die Quallen gef\u00e4hrlich sind, das schien nicht der Fall zu sein. Allerdings kam aus dem Mund des Fischers nicht viel mehr raus als ein &#8222;Non&#8220;, er war ultra wortkarg und vermutlich genervt, dass wir da zwischen ihm und dem Meer rumliefen. War uns aber egal und wir liefen weiter. Dennoch fand Clara die Quallen ultra ekelig und hatte brutal Angst vor ihnen. Sie wollte st\u00e4ndig auf Papas Arm. Als sie am Wellenbrecher ankamen, sahen sie den Leuchtturm sehr nahe aber leider schnitt ihnen das Wasser den Weg ab. Sie sahen aber noch ein paar Jetskies auf dem Wasser. Benny erkl\u00e4rte ihr, dass er das auch mal mit seinem Papa in Frankreich gefahren sei und das voll abging. Die beiden hatten jedenfalls eine sch\u00f6ne Tochter-Papa-Zeit. Au\u00dferdem hatte Benny somit Zeit seinen ganzen \u00c4rger zu verdauen, dass der Tag heute so kontraproduktiv lief. Miri spielte derweil mit Nils, der weiterhin total happy war. Gegen halb 5 sind wir aufgebrochen, wir wollten noch nach Fort Royard fahren, das hatten wir von der Campingplatz-Rezeption empfohlen bekommen, wenn wir uns die Austernzucht anschauen wollten. Wir hatten zwar schon im Internet erfahren, dass dort auch normalerweise angebotenen Touren etc. nur mit Reservierung m\u00f6glich waren, aber wir erhofften uns, wenigstens einen Blick erhaschen zu k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich konnten wir zwischen den bunten Holzh\u00e4uschen hindurch laufen und in den Becken die K\u00f6rbe sehen, au\u00dferdem war in einer der H\u00fctten auch ein original Austernfischer bei der Arbeit zu sehen (zumindest erkl\u00e4rten wir uns das so). Sp\u00e4ter hatten wir noch nachgelesen, dass gut 80% der Austernzucht in Europa in Frankreich stattfindet, der Weltmarktanteil der europ\u00e4ischen Austernzucht aber deutlich unter 5% liegt. Die meisten werden in China gez\u00fcchtet, auch \u00fcber 80%. Wen h\u00e4tte es gewundert, wenn China mal nicht seine Finger irgendwo drin h\u00e4tte. Zur\u00fcck zum Thema. Eigentlich wollten wir aufbrechen nachdem wir das Gel\u00e4nde besichtigt hatten, aber Miri hatte dort noch ein kleines Restaurant entdeckt, wo es Austern zum Essen gab. Wir hatten schon l\u00e4nger den Plan das in diesem Urlaub zu versuchen, aber bisher uns noch nicht getraut. Spontan ging Miri mit den Kids schon mal vor &#8211; Benny testete derweil noch die Toiletten &#8211; um zu erfragen, ob man dort auch vielleicht eine oder zwei Austern erst mal probieren k\u00f6nnte. Die Mindestanzahl war aber 7. Clara bekam eine Babyauster gezeigt und uns wurde erkl\u00e4rt, dass sie 3-5 Jahre alt werden mussten, bis man sie essen konnte. Au\u00dferdem waren die Austern in Gr\u00f6\u00dfen von 1-4 eingeteilt. Nr. 1 war die gr\u00f6\u00dfte Variante und Nr. 4 die Kleinste. Na gut, die Leute waren alle so nett und die Atmosph\u00e4re irgendwie passend, also setzten wir uns sobald Benny da war und ergaben uns unserem Schicksal. Es gab noch einen Wei\u00dfwein und f\u00fcr die armen Kinder ein Wasser, denn die sollten ja sp\u00e4ter beim Abendessen auch noch Hunger haben. Deswegen gab es um diese Uhrzeit (kurz nach 18 Uhr) kein Eis mehr. Aber es war auch ok f\u00fcr sie, zumindest Clara verstand es. Sie h\u00e4tte ja auch mal Austern probieren k\u00f6nnen aber sie traute sich nicht. Nach kurzer Zeit kamen unsere frisch geknackten Austern. Benny probierte als erster und fand es gar nicht schlecht, es schmeckte sehr salzig und auch zitronig, da man sich auch noch Zitrone drauftr\u00e4ufeln konnte. Jetzt war Miri dran. Also nahm sie all ihren Mut zusammen und kostete. Es war einige \u00dcberwindung n\u00f6tig und auch ein leichtes W\u00fcrgen sp\u00fcrbar, aber der Geschmack an sich war gar nicht so verkehrt. Mit einem Schluck Wei\u00dfwein hinterher gings tats\u00e4chlich ganz gut. Benny a\u00df schlussendlich 4, Miri 3, und leicht anget\u00fcdelt ging es dann nach Hause. Dort gab es Pizzen f\u00fcr die Eltern vom Campingrestaurant, die auch echt gut waren (Kebabpizza f\u00fcr Benny und Margherita f\u00fcr Miri), die Kids wollten lieber frisch gekochte Nudeln mit Tomatensauce. Am Ende a\u00df Clara aber tats\u00e4chlich noch ein St\u00fcck Pizza von Miri, sie traute sich heute auch ganz sch\u00f6n was, \u00e4hnlich wie ihre Mutter. Ein sch\u00f6ner, wenn auch holpriger Tag ging zu Ende. Nils wurde von Miri ins Bett gebracht, Clara von Papa. Es war wie immer eher sp\u00e4t als wir dann drau\u00dfen noch ein wenig zusammensa\u00dfen und den morgigen Tag planten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen war Miris Migr\u00e4ne wieder weg, ein Gl\u00fcck! Wir waren zu ziemlich normaler Uhrzeit wach, also ging Benny wie meistens gegen 8 die Backwaren holen und wir begannen den Tag gemeinsam mit einem ausgiebigen Croissantfr\u00fchst\u00fcck. 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